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Hornbach wird nach erfolgreichem Jahr vorsichtiger © Hornbach
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Redaktion 19.05.2022

Hornbach wird nach erfolgreichem Jahr vorsichtiger

NEUSTADT. Angesichts eines unsicheren Umfeldes schaut der auch in Österreich aktive deutsche Baumarktbetreiber Hornbachmit gemischten Gefühlen auf das laufende Jahr 2022. "Obwohl wir weitere Schließungen im Zuge von Corona-Verordnungen für unwahrscheinlich halten, haben die Herausforderungen im Hinblick auf Inflation, Lieferkette und Produktverfügbarkeit in den letzten Monaten weiter zugenommen", sagte Karin Dohm, Finanzchefin der Dachgesellschaft Hornbach Holding, am Dienstag, 17. Mai 2022.

Der Umsatz dürfte zwar leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBIT) könnte hingegen unter dem Wert des abgeschlossenen Geschäftsjahres liegen.

Die Hornbach Holding gehörte mit ihrer Baumarktkette zu den Corona-Profiteuren: Während der Lockdowns entdeckten die Menschen ihr Zuhause neu, sodass sich in der Pandemie ein starker Trend zum Verschönern und Erneuern des eigenen Heims entwickelte. Zwar mussten manche Baumärkte in der Pandemie zeitweise schließen, Hornbach konnte das aber etwa mit einem stärkeren Online-Handel ausgleichen.

Wie bereits bekannt, hat die im SDAX notierte Hornbach Holding den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,7 Prozent auf den Rekord von fast 5,9 Mrd. € gesteigert. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) wuchs um gut zehn Prozent auf 362,6 Mio. €. Der Gewinn kletterte unterm Strich um mehr als ein Fünftel auf 244,5 Mio. €, wie am Dienstag bekannt wurde.

Hornbach betreibt europaweit 167 Bau- und Gartenmärkte. Wichtigstes Land ist Deutschland mit 98 Märkten. Das Unternehmen ist zudem im Handel mit Baustoffen aktiv. (APA)

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