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Ikea setzt auf den Regenbogen © Ikea
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Redaktion 14.05.2019

Ikea setzt auf den Regenbogen

Der Idahot am 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie, steht auch heuer wieder bei Ikea ganz im Zeichen des Regenbogens.

VÖSENDORF. Der Idahot am 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Interphobie, steht auch heuer wieder bei Ikea ganz im Zeichen des Regenbogens. Mit einer breit angelegten Infokampagne und mit ganz besonderen Einkaufstaschen möchte das Unternehmen Bewusstsein schaffen.

„Wo andere sich vor Unterschieden fürchten, freuen wir uns über die Vielfalt. Wo andere schwarz­weiß sehen, sehen wir einen Regenbogen“, heißt es auf den Plakaten der diesjährigen Ikea Informationskampagne, mit der die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und allen Menschen mit anderen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten (LGBT+) in den Vordergrund gerückt werden. Die Botschaft ist klar: gegen Diskriminierung und für die bunte Vielfalt.

Inklusion und Gleichbehandlung stehen im Mittelpunkt der globalen Ikea Human Resources Strategie „People Strategy 2020+“. Untersuchungen zeigen, dass vielfältige und inklusiv arbeitende Teams kreativer und innovativer sind – einfach schon dadurch, dass sie sich untereinander anspornen, neue Denk-und Handlungsmuster auszuprobieren. „Vielfalt ist für den Erfolg unseres Unternehmens von entscheidender Bedeutung“, so Human Resources Managerin Eszter Árvai: „Gleichberechtigung ist ein klarer Wettbewerbsvorteil, auf dem Arbeitsmarkt ebenso wie bei unseren Kunden, und trägt klar zum Unternehmenserfolg bei.“

Bündel an Maßnahmen
Mitarbeiter sollen bei der Arbeit ganz sie selbst sein dürfen – das ist eine der Grundfesten der Ikea Personalpolitik. Um solch ein vielfältiges und wertschätzendes Miteinander am Arbeitsplatz zu fördern, müssen alle Führungskräfte ihre Kompetenzen im Bereich Vielfalt weiterentwickeln und zum Beispiel in ihrem Verantwortungsbereich Hindernisse für die Einbeziehung von LGBT+-Mitarbeiter ermitteln und abbauen.
Aber auch auf Mitarbeiterseite gibt es Maßnahmen: Um sie für das Thema zu sensibilisieren, gibt es spezielle Schulungsmodule zur Inklusion von LGBT+-Mitarbeiter. Die Teilnehmer sollen sich ihrer eigenen unbewussten Vorbehalte und Annahmen gegenüber Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität bewusst werden und lernen, diese aktiv abzubauen. Die Schulungen sind u. a. Teil des „Onboarding“, also der Trainings in den ersten Wochen neuer Mitarbeiter.

Gesellschaftlichen Wandel anstoßen
Um nicht nur in den eigenen Reihen im Dienste der Gleichbehandlung zu agieren, ist Ikea auch Mitglied in zwei Organisationen, die sich für die Inklusion von LGBT+-MitarbeiterInnen am Arbeitsplatz einsetzen: Workplace Pride Foundation und Stonewall.

Parallel dazu hat Ikea an der Erstellung der Unternehmensrichtlinien der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Diskriminierung von LGBT+-Mitarbeitenden mitgewirkt (UN Guidance for Business on Tackling Discrimination against LGBT+ People), um einen positiven Wandel in der Gesellschaft und in der weltweiten Arbeitswelt zu unterstützen.

Blaue Tasche in den Farben des Regenbogens
Mit einer ganz besonderen Aktivität werden auch Ikea Kunden mit dem Thema konfrontiert: Ab 17. Mai, dem Idahot, gibt es die traditionelle blaue Einkaufstasche in den Farben des Regenbogens – in allen Ikea Einrichtungshäusern in Österreich, solange der Vorrat reicht. Und als deutlich sichtbares Zeichen nach außen werden die schwedische und die österreichische Flagge, die üblicherweise vor jedem Ikea Einrichtungshaus stehen, am Idahot durch Regenbogenflaggen ersetzt. Für kurze Zeit erstrahlt die klassische blaue Ikea Tragtasche in den Farben des Regenbogens. (red)


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