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kika/Leiner stellt Filialen auf den Prüfstand APA/Georg Hochmuth

Geschäftsführer Gunnar George präsentiert Restrukturierungsmaßnahmen.

APA/Georg Hochmuth

Geschäftsführer Gunnar George präsentiert Restrukturierungsmaßnahmen.

Redaktion 29.01.2018

kika/Leiner stellt Filialen auf den Prüfstand

Geschäftsführer George: „Fünf bis sechs von 50 Standorten sind problematisch“.

WIEN/ST. PÖLTEN/SANDTON. Der österreichische Möbelhändler kika/Leiner stellt im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen seine Filialen auf den Prüfstand. "Wir schauen uns alle Standorte an", sagte Chef Gunnar George am Montag in einer Pressekonferenz. Fünf bis sechs der österreichweit 50 Standorte seien "problematisch". In sechs bis acht Wochen soll es Klarheit geben. Auch die Zahl der Lieferanten soll weiter reduziert werden.

kika/Leiner beschäftigt in den 50 Standorten rund 5.600 Mitarbeiter. Kurz vor Jahresende wurde in einer Notaktion wegen "kurzfristigen Zahlungsschwierigkeiten" der Leiner-Flagship-Store auf der Wiener Mariahilferstraße um kolportierte 50 bis 70 Mio. € an den Tiroler Immobilienmilliardär Rene Benko verkauft. George versicherte in der Pressekonferenz, dass die Zukunft von kika/Leiner gesichert sei: "Wir haben wieder Geld, um alle Rechnungen bezahlen zu können", so George.

Der kika/Leiner-Mutterkonzern Steinhoff steht derzeit erheblich unter Druck, nachdem Zweifel an den Bilanzen vor allem im Europa-Geschäft aufgekommen waren. Es laufen seit Längerem Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen gegen die Nummer zwei im weltweiten Möbelhandel hinter Ikea. Der Kurs der Steinhoff-Aktie war zeitweise um bis zu 90% eingebrochen. (APA)

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