BRÜSSEL. Die Kontrollverschärfung der neuen Trinkwasser-Richtlinie der EU wird kleine, heimische Wasserversorger in finanzielle Bedrängnis bringen. Laut einer Studie der Universität für Bodenkultur im Auftrag der Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) steigen die Aufwendungen für die Untersuchungen von durchschnittlich 250 auf 18.000 € pro Jahr in den ersten drei Jahren nach Inkrafttreten.
In Österreich sorgen rund 5.500 Wasserversorger für das Trinkwasser in den Haushalten; zwei Drittel davon sind kleine Versorger, die weniger als 100 Kubikmeter zur Verfügung stellen. Für diese bringt die EU-Richtlinie deutlich mehr Gebühren. "Der Aufwand steht in keiner Relation zum erhofften Nutzen und stellt für die Wasserversorger einen erheblichen finanziellen Mehraufwand dar", sagte Studienautor Roman Neunteufel von der Boku. Die ÖVGW kritisierte zudem, dass die im Entwurf der EU geforderten Informationsverpflichtungen zu umfangreich seien, der Informationsgewinn für die Öffentlichkeit fraglich. (red/APA)
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