RETAIL
Match um Marktanteile in der Sportartikelbranche © Intersport

Auf der Überholspur: Intersport-Chef Mathias Boenke

© Intersport

Auf der Überholspur: Intersport-Chef Mathias Boenke

Redaktion 30.10.2017

Match um Marktanteile in der Sportartikelbranche

Intersport hat Gigasport bei Marktanteilen bereits überholt.

WIEN/WELS. Die Intersport-Händler in Österreich zählen zu den Hauptprofiteuren der Schrumpfung der britischen Kette Sports Direct im hierzulande heiß umkämpften Sport- und Freizeitartikelmarkt. Laut dem Wirtschaftsmagazin "trend" hat der Händlerverbund mit Zentrale in Wels im Ende September beendeten Geschäftsjahr die 500 Mio. €-Umsatzgrenze knapp, aber doch übersprungen.

Intersport-Chef Mathias Boenke beziffert die Österreich-Erlöse mit 506 Mio. € - „das ist ein Plus von 15 Prozent". Damit hat Intersport die Marktführerschaft laut dem Bericht vorerst wieder von der Fachhändlergemeinschaft Sport 2000 übernommen, die für 2016 einen Österreich-Umsatz von 461 Mio. € angibt.

Zuletzt war Gigasport/Sport 2000 mit einem Marktanteil von 30% die Nummer 1 im heimischen Sportfachhandel; dahinter folgte Intersport (25%). Diese beiden Händlerverbände haben nun einmal die Position getauscht. Dritter war zuletzt die Spar-Tochter Hervis (rund 20%), gefolgt von Sports Direct (13 bis 15%). Österreich gilt als sportaffines Land mit hohen Pro-Kopf-Ausgaben für Sportartikel.

Vergangenen Freitag – rechtzeitig fürs Weihnachtsgeschäft – eröffnete Intersport neun neue Geschäfte in Österreich; im zweiten Halbjahr sollen es insgesamt 14 sein.

Erst kürzlich kam der neue Player XXL Sports nach Österreich. Branchenexperten erwarten eine Preisschlacht und einen harten Verdrängungswettbewerb im Sporthandel. Außerdem hat der französische Sport-Diskonter Decathlon für Mitte 2018 seine ersten Filialen für Österreich angekündigt, der den Preiskampf zusätzlich anheizen wird.

"Uns freut die derzeitige Dynamik und Aufmerksamkeit. Ich verstehe die Aufregung nicht", reiht sich Hervis-Chef Alfred Eichblatt in die Reihe der Zweckoptimisten ein. "Vielleicht war es in Österreich in den letzten Jahren etwas gemütlich in unserer Branche." (APA)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL

Ihr Kommentar zum Thema