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Mega-Fusion in Bierbranche verzögert sich erneut EPA
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Redaktion 28.10.2015

Mega-Fusion in Bierbranche verzögert sich erneut

Anheuser-Busch und SAB Miller benötigen mehr Zeit

BRÜSSEL. Die Mega-Fusion in der Bierbranche geht ein weiteres Mal in die Verlängerung. Wie der Branchenprimus Anheuser-Busch InBev und die Nummer zwei SABMiller am Mittwoch mitteilten, wurde dem Beck's- und Budweiser-Mutterkonzern nun erneut eine Fristverlängerung eingeräumt, um ein verbindliches Angebot vorzulegen. Das soll nun bis zum 4. November geschehen. In den vergangenen beiden Wochen habe Anheuser-Busch die SABMiller-Bücher geprüft und Möglichkeiten für eine Finanzierung ausgelotet. Nun müssten noch "weitere Aspekte der Transaktion" diskutiert werden. Mit einem Volumen von etwa 92 Mrd. € wäre es eine der größten Firmenübernahmen überhaupt und die größte einer britischen Gesellschaft.

Sollte der Mega-Deal zustande kommen, würde weltweit jedes dritte Bier aus einer Brauerei des neuen Konzerns kommen. Um grünes Licht von den Wettbewerbshütern zu bekommen, wird damit gerechnet, dass der fusionierte Konzern Beteiligungen abstoßen muss, etwa in den USA und in China. Ein Zusammenschluss der beiden Top-Firmen einer Branche ist extrem selten. Bei der Nummer drei der Branche, Heineken, liefen die Geschäfte zuletzt gut. Dank des großen Bierdurstes der Europäer im warmen Sommer sowie guter Geschäfte in Mexiko und Brasilien verkauften die Niederländer mehr Bier als erwartet. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 5,51 Mrd. €. Analysten hatten im Schnitt nur mit 5,31 Mrd. € gerechnet. An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Heineken-Aktien erreichten ein Allzeithoch von 83,67 €. Seit Monaten sind sie im Aufwind. Es wird spekuliert, dass SABMiller womöglich zukaufen könnte, um sich gegen die Übernahme durch Anheuer-Busch zu wehren. Die Briten hatten in der Vergangenheit immer wieder Interesse an Heineken angemeldet. (APA)

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