PARIS. Die Bilder aus Frankreich haben in den letzten Tagen für Heiterkeit und auch für Verblüffung gesorgt: Supermarktkunden stürzen sich wie von Sinnen auf Nutella-Gläser und Pampers-Packungen mit 70% Rabatt. Doch dieses “Nutella-Gate" hat ein Nachspiel: Die Regierung in Paris will solchen Rabattschlachten einen gesetzlichen Riegel vorschieben. Gegen die Supermarktkette Intermarché wird wegen Betrugs ermittelt. Die Nutella-Tumulte und Pampers-Hysterie haben die französische Regierung auf den Plan gerufen.
Landwirtschaftsminister Stéphane Travert stellte im Kabinett einen Gesetzentwurf gegen "Preiskriege" vor. Denn was die Kunden freut, ärgert die Landwirte. Sie klagen wie auch in anderen Ländern über den extremen Preisdruck durch die Großhandelsketten. Nach dem neuen Gesetz müssten Supermärkte ihre Produkte künftig mindestens um zehn Prozent über dem Einkaufspreis verkaufen. Auch Aktionen nach dem Motto "Zwei Produkte zum Preis von einen" seien künftig tabu, betont Travert. Intermarché muss derweil ein Nachspiel fürchten: Die Anti-Betrugsbehörde hat Ermittlungen aufgenommen. Bei der Supermarktkette sieht man die Aufregung aber offenbar gelassen: Die Preisaktion "Die vier billigsten Wochen in Frankreich" ist in vollem Gang. Die Anzeigen für den erwähnten 70%-Rabatt auf Espresso hängen bereits. (red/APA/AFP)
Wiener Startup eustella entwickelt KI-App für Europa
Das Wiener Startup eustella plant den Aufbau einer europäischen Alternative zu bestehenden KI-Anwendungen wie ChatGPT. Laut einer aktuellen Analyse nutzen rund 133 Millionen Menschen
