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Österreichischer Bio-Apfel ist der Green Packaging-Verkaufsschlager © Ja! Natürlich

Ja! Natürlich-Bauer Fritz Prem und Andreas Steidl von Ja! Natürlich.

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Ja! Natürlich-Bauer Fritz Prem und Andreas Steidl von Ja! Natürlich.

Redaktion 10.09.2020

Österreichischer Bio-Apfel ist der Green Packaging-Verkaufsschlager

Ja! Natürlich ist seit zehn Jahren um umweltfreundliche Verpackungen bemüht – und die Kunden ziehen verstärkt mit.

WIEN. Obst gilt als gesund und der heimische Apfel zählt zu den beliebtesten Obstsorten der Österreicher. In der konventionellen Apfelerzeugung finden bis zu 30mal Spritzungen mit chemisch-synthetischen Insektiziden, Fungiziden und Herbiziden statt, die sich auf das Ökosystem auswirken und sogar teilweise als Rückstand am geernteten Apfel nachweisbar sind. Daher greifen die Konsumenten immer öfter zum Bio-Apfel, lose ausgelegt oder nachhaltig in Karton verpackt. Ja! Natürlich ist seit zehn Jahren um umweltfreundliche Verpackungen bemüht. Nun ziehen die Kunden verstärkt mit.

Der Griff zu Bio und Green Packaging ist eine bewusste Entscheidung der Umwelt und eigenen Gesundheit zuliebe. Ja! Natürlich freut sich darüber: Im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode konnte der „Bionier“ in ersten Halbjahr 2020 eine Absatzsteigerung bei österreichischen Bio-Äpfeln um 29% verzeichnen. Im Vergleich zu ca. 10% Prozent bei konventioneller Ware. Aufgrund der guten Ernte 2019 und Lagerfähigkeit waren Ja! Natürlich Äpfel ganzjährig aus Österreich erhältlich und damit der ideale Vitaminsnack sommers wie winters. Die knackigen Bio-Äpfel kommen überwiegend aus der Steiermark, wo alpines und pannonisches Klima aufeinandertreffen und die heurige Ernte auf Hochtouren läuft.

Aufgrund des sortentypischen Blühzeitpunkts und der Empfindlichkeit der Topaz-Blüte machten Frosttage im heurigen Frühjahr besonders dieser Sorte zu schaffen. Die Ernte dieser Bio-Sorte wird deshalb deutlich geringer ausfallen. Andere Bio-Apfelsorten in Österreich haben aber dank des Einsatzes der Bauern mit „Frostkerzen“ und „Frostberegnung“ diese herausfordernde Zeit gut überstanden. Welche schmackhaften Gerichte mit dem Bio-Apfel gezaubert werden können, verraten wir hier: https://www.janatuerlich.at/rezepte?s=Apfel

Die drei wichtigsten Vorteile der hochwertigen Arbeit der rund 80 Ja! Natürlich Apfel-Bauern
Statt chemisch-synthetischer Spritzmittel setzt der Bio-Bauer zum Pflanzenschutz auf Nützlinge, Pflanzenöle und Backpulver. Das fördert die Biodiversität, die Bodengesundheit und den Insektenschutz. Statt umweltbelastender Kunstdünger verwendet der Bio-Bauer Gründünger, Kompost und Mist. Das verbessert die Bodenstruktur und fördert die Artenvielfalt.
Statt dem Einsatz von Herbiziden entfernt der Bio-Bauer Unkraut und Beikraut unter hohem Aufwand mechanisch. Zwischen den Apfelreihen setzt er auf Begrünung und unterstützt so den Humusaufbau und die Insektenvielfalt.

Die Steirische Apfelernte hat Ende August begonnen. So auch bei Ja! Natürlich Bauer Fritz Prem. Er ist nicht nur selbst seit Jahrzehnten Bio-Obstbauer in der Oststeiermark, sondern stellt seine langjährige Expertise als Obmann der österreichischen Bio-Obstbauern auch anderen zur Verfügung. Derzeit ist Fritz Prem ganz besonders gefordert, denn gemeinsam mit Ja! Natürlich und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) hat er gemeinsam mit fünf anderen Kolleginnen und Kollegen ein besonderes Experiment ins Leben gerufen, das sich dem Kreislaufgedanken bei Ja! Natürlich widmet.

Im zweijährigen Praxisprojekt „Apfelhuhn“ wird mit wissenschaftlicher Begleitung der FiBL auf Bio-Betrieben die Haltung von Bio-Legehennen in mobilen Geflügelställen in den Obstanlagen untersucht. Dabei geht es Ja! Natürlich und den engagierten Bio-Bäuerinnen und -Bauern aber nicht um den zusätzlichen Eierverkauf per se. Vielmehr stehen der ganzheitliche Ansatz sowie neue Verfahren, um Düngung und Schädlingsregulation im natürlichsten Sinne zu betreiben, im Vordergrund.

Denn durch das angeborene Fressverhalten der Hühner werden unerwünschte Schädlinge beseitigt und gleichzeitig den Hühnern ein glückliches und tiergerechtes Leben ermöglicht. Direkte Bekämpfungsmittel (v.a. die Spritzung von Granuloseviren und Quassia-Auszügen) können dadurch reduziert und im Idealfall vermieden werden. Diese besondere Form der Landwirtschaft steigert sowohl die ökologische als auch wirtschaftliche Resilienz des bäuerlichen Betriebs und soll daher Vorbildwirkung für ganz Österreich entwickeln. (red)

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