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 Österreichs Wirtschaft stabil © APA/dpa/Martin Gerten
© APA/dpa/Martin Gerten

Redaktion 22.07.2020

Österreichs Wirtschaft stabil

Coface-Länderrisikobewertung: 71 Länder herabgestuft.

PARIS/WIEN. Kreditversicherer Coface hat erstmalig insgesamt 71 von 162 Ländern und 134 Branchen in 28 Ländern herabgestuft. Österreich hat als eines der wenigen Länder seine Bewertung mit A2 behalten. Deutschland wurde von den Ökonomen auf A3 herabgestuft. „Viele Länder haben bereits mit dem Wiederhochfahren der Wirtschaft gestartet. Auf das Corona-Erdbeben folgt nun die Erholungsphase. Diese ist von Land zu Land unterschiedlich. Österreich scheint derzeit insbesondere im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern stabil“, erklärt Declan Daly, Regional CEO der Coface für Zentral- und Osteuropa. Die Coface Länder- und Branchenrisikobewertung wird quartalsweise erstellt. Die Klassifizierung steht für mögliche Forderungsverluste und Insolvenzen in einem Land.

Insgesamt erwartet Coface, dass die Wirtschaftsleistung der Welt um 4,4% im Vergleich zum Vorjahr abnimmt. Trotz der für 2021 erwarteten Erholung (+5,1%) - unter der Annahme, dass es keine zweite Welle der Coronavirus-Pandemie gibt - würde das BIP in den Vereinigten Staaten, der Eurozone, Japan und UK im Vergleich zu den Niveaus von 2019 um 2 bis 5 Punkte niedriger bleiben. „"Wir gehen heute davon aus, dass in Österreich das BIP um 5,2% abnimmt. Für 2021 sieht es derzeit so aus, dass es wieder auf 4,8% steigen wird"“, erläutert Daly. Die Studie zeigt auch klar, dass die einzelnen Branchen ganz unterschiedlich betroffen sind. „"Die am stärksten betroffenen Branchen in Österreich sind der Agri-Food-Bereich, die chemische Industrie, und der Handel. Diese werden nur noch von der Automobilbranche getoppt, die auf „sehr hohes Risiko“ herabgestuft wurde"“, sagt der Coface-Manager.
Die Konjunkturentwicklung in einzelnen ausgewählten Ländern: Frankreich (2020: -11,6%; 2021: 9,7%), Italien (2020: -13,6%; 2021: 8,9%), UK (2020: -13,4%; 2021: 9,5%), den USA (2020: -5,6%; 2021: 3,3%), Brasilien (2020: -6,5%; 2021: 2,8%), China (2020: 1,0%; 2021: 7,5%), Indien (2020: 1,5%; 2021: 6,5%). (red)

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