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Online-Kaufhaus für faire Unternehmen ging ans Netz © Doitfair
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Redaktion 25.06.2020

Online-Kaufhaus für faire Unternehmen ging ans Netz

"doitfair"-Gründerinnen: "Kunden stellen sich die Frage nach Sinn und Nachhaltigkeit ihres Einkaufs".

WIEN. Der Shutdown hat den Trend zum Online-Einkauf in Österreich weiter verstärkt. Damit auch lokale und fair produzierende Unternehmen davon profitieren können, haben zwei Wienerinnen die E-Commerce Plattform "doitfair" gegründet. "Wir wollen langfristig eine Alternative zu teils undurchsichtigen, internationalen Mega-Marktplätzen bieten", so die Gründerin Petra Etzelsdorfer und Judith List.

Die Coronakrise habe viele Österreicher auch in ihrem Kaufverhalten reflektierter gemacht. "Kunden stellen sich die Frage nach Sinn und Nachhaltigkeit ihres Einkaufs. Unternehmen überzeugen nicht mehr nur mit ihren Produkten und Preisen, sondern mit ihren Werten wie Anstand, soziales Engagement und Nachhaltigkeit", sagte Etzelsdorfer. Auch Regionalität, Langlebigkeit und Zeitlosigkeit würden mehr Menschen als je zuvor als Kriterien sehen, wenn sie sich für ein Produkt entscheiden.

Hier setzt "doitfair" an. "Fair bedeutet für uns: faire Bedingungen im gesamten Produktionsprozess, nachweisbar, aber unabhängig von diversen leider oft sinnbefreiten Zertifikaten. Uns ist wichtig, dass Produkte unter ethisch fairen, ökologisch vertretbaren Bedingungen produziert werden und ArbeiterInnen sowie HerstellerInnen in der Produktionskette entsprechend für ihre Leistungen bezahlt werden", so Etzelstorfer und List.

Aber auch ihre Kundschaft hat so die Chance, ihr Konsumverhalten zu beeinflussen. Kleidungsstücke und Lifestyle-Teile sollen beispielsweise bewusst ausgewählt, saisonal unabhängig lange getragen und verwendet werden - "ein Gegenpol zur Fast Fashion und zum unbedachten Klick-Konsum". Unterstützt werden die Gründerinnen dabei von der Autorin ("Ich kauf nix!") und Konsum-Aktivistin Nunu Kaller

Mittelfristig ist das Ziel, dass Produzenten aus allen Bundesländern auf doitfair vertreten sind, um echte Regionalität zu garantieren. "Denn wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es sehr wichtig ist, jene Produkte, die man wirklich braucht, in möglichst fairer und umweltfreundlicher Variante zu besorgen - und merken, dass es vielen anderen auch so geht", so das Team von doitfair. (red)

Erreichbar ist die Seite unter http://www.doitfair.com

 

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