RETAIL
Sektmarkt prickelt wieder Faruk Pinjo

Eduard Kranebitter

Faruk Pinjo

Eduard Kranebitter

Redaktion 10.04.2017

Sektmarkt prickelt wieder

Nach Einbußen 2015 im Vorjahr wieder stabil.

WIEN. Der österreichische Sektmarkt hat sich nach einem 20%igen Einbruch im Jahr 2015 im Vorjahr wieder stabilisiert: 2016 war der Markt nur noch um 1,6 Prozent rückläufig: "Die Talsohle am heimischen Sektmarkt scheint langsam erreicht, und wir blicken positiv in die Zukunft", freut sich Schlumberger-Chef Eduard Kranebitter.

Steuerlich diskriminiert?
Die Regierung führte im März 2014 die Schaumweinsteuer wieder ein - die Folge waren hohe Einbußen am Sektmarkt. Kranebitter appelliert dennoch an die Politik, "der steuerlichen Diskriminierung endlich ein Ende zu setzen und die Abgabe abzuschaffen". Die Ungerechtigkeit aus Sicht des Herstellers: Prosecco und Frizzante sind von der Steuer nicht betroffen.

Schlumberger-Bilanz
Schlumberger hat im vergangenen Jahr 177,5 Mio. € umgesetzt und ein Betriebsergebnis (EBIT) von 4,7 Mio. € erreicht. Das Jahresergebnis belief sich auf 2,5 Mio. €, geht aus den Zahlen hervor, die die Sektkellerei Donnerstagnachmittag bekannt gab. In dem um drei Monate verkürzten Rumpfgeschäftsjahr 2015 betrug der Umsatz 167,4 Mio. €, das Betriebsergebnis 5,2 Mio. € und das Jahresergebnis 2,8 Mio. €.

Auf zwölf Monate gerechnet, hätte das operative Ergebnis 2015 4 Mio. € betragen, so das Unternehmen. Das Rumpfgeschäftsjahr sei von April bis Dezember gelaufen, womit das generell schwache erste Quartal nicht mitberücksichtigt wurde, sagte ein Schlumberger-Sprecher gegenüber der APA.

Während die Marken Schlumberger und Goldeck im Vorjahr Absatz und Umsatz steigerten, sei Hochriegl aufgrund einer Preisanpassung mengenmäßig rückläufig gewesen, der Umsatz hingegen stabil, so das Unternehmen. Schlumberger hat mit Jahresanfang die Preise für Sekt erhöht. Die Sektkellerei wird sich in einigen Monaten von der Wiener Börse verabschieden. Der Schweizer Eigentümer Sastre wird, wie berichtet, alle Aktien übernehmen. Die verbliebenen Aktionäre haben noch etwas Zeit, ihre Anteilsscheine freiwillig Sastre anzudienen, dann wird die Hauptversammlung am 23. Juni den Squeeze-out beschließen. (APA)

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