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Spar in Innsbruck spenden nicht verkaufte Lebensmittel an den Tiroler Sozialmarkt Spar

Marktleiter Hannes Eller mit Geschäftsführerin Michaela Landauer bei der Lebensmittelübergabe für den Sozialmarkt in Innsbruck.

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Marktleiter Hannes Eller mit Geschäftsführerin Michaela Landauer bei der Lebensmittelübergabe für den Sozialmarkt in Innsbruck.

Redaktion 13.01.2020

Spar in Innsbruck spenden nicht verkaufte Lebensmittel an den Tiroler Sozialmarkt

Maßnahmen, die beispielsweise in Frankreich oder Tschechien gesetzlich vorgeschrieben werden mussten, sind bei SPAR seit Jahrzehnten längst gelebte Realität.

INNSBRUCK. Jedes weggeworfene Lebensmittel ist eines zu viel. Daher spendet Spar in Innsbruck nicht verkaufte, aber noch genießbare Lebensmittel an den Tiroler Sozialmarkt. In ganz Österreich arbeitet Spar freiwillig mit über 200 karitativen und gemeinnützigen Organisationen zusammen, die Lebensmittel zur Grundversorgung an Bedürftige weitergeben. Maßnahmen, die beispielsweise in Frankreich oder Tschechien gesetzlich vorgeschrieben werden mussten, sind bei Spar seit Jahrzehnten längst gelebte Realität.

Lebensmittel sind kostbar. Spar setzt daher österreichweit auf eine intelligente Bestellabwicklung am neuesten Stand der Technik, eine schnelle Logistik sowie auf Abverkäufe von Lebensmitteln, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. So wird der Verderb minimal gehalten – nur ein bis zwei Prozent der angebotenen Produkte kann nicht verkauft werden. Sind Produkte trotz aller Maßnahmen nicht mehr zum Verkauf geeignet, aber noch genießbar, werden sie von Spar an Sozialorganisationen weitergegeben Mehrmals in der Woche holen Mitarbeiter des Sozialmarktes Molke, Obst, Gemüse und Produkte aus dem Trockensortiment ab. Im Sozialmarkt werden die Lebensmittel nochmals kontrolliert und dann an KundInnen mit gültiger Einkaufskarte zu einem kleinen Anerkennungsbeitrag verkauft. So werden zusätzlich auch Arbeitsplätze im Sozialmarkt geschaffen. Der Wandel unserer Gesellschaft lässt Menschen immer öfter in die Armutsfalle tappen. Der Sozialmarkt hilft den täglichen Bedarf an Grundnahrungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen sicherzustellen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle sozial schwächerer und bedürftiger Menschen
„Alles, was möglich und erlaubt ist, wird weitergegeben. Wir stellen dem Sozialmarkt Produkte wie beispielswiese Brot, Milch, Joghurt, Obst und Gemüse zur Verfügung – „Die Zusammenarbeit mit den Spar-Supermärkten in Innsbruck funktioniert sehr gut, weil alle Mitwirkenden den Wert jedes einzelnen Lebensmittels schätzen. Spar ist ein wichtiger und engagierter Partner und unterstützt mit Lebensmitteln die tägliche Grundversorgung von sozial schwachen und armutsbetroffenen Menschen

Spar österreichweit mit starken Partnern an der Seite
Jeder Spar-Supermarkt, in dessen Umgebung es einen Sozialmarkt, eine Tafel-Organisation oder eine Foodsharing-Initiative gibt, arbeitet mit diesem zusammen – auf freiwilliger Basis, effizient ohne große organisatorische Aufwände und ohne gesetzlichen Zwang. Diese unbürokratische Unterstützung von Sozialorganisationen ist in den vergangenen Jahren vom gesamten Handel intensiviert worden, wie auch im Aktionsprogramm „Lebensmittel sind kostbar“ des BMNT vom August 2019 festgehalten wurde: „In den vergangenen Jahren wurden freiwillige Kooperationen zwischen Unternehmen und sozialen Einrichtungen zur Weitergabe von Lebensmitteln in verstärktem Ausmaß abgeschlossen. Deshalb steht eine gesetzliche Regelung zur Verpflichtung zur Weitergabe, wie bereits in anderen EU-Mitgliedstaaten erfolgte, derzeit nicht zur Diskussion.“ Pro Jahr werden laut Ministeriumsbericht 12.250t Lebensmittel durch den Handel an Sozialorganisationen gespendet. Österreich ist damit EU-weit ein Vorzeigeland und Ländern weit voraus, in denen es gesetzliche Verpflichtungen für ethisch selbstverständliche Unterstützung von Sozialorganisationen braucht.

Lebensmittelverschwendung dort vermeiden, wo sie passiert
Laut Greenpeace stammen 42 Prozent der Lebensmittelabfälle im Rest- und Bio-Müll aus Haushalten, 39 Prozent aus der Landwirtschaft, je 17 Prozent aus der verarbeiteten Industrie und von Großverbrauchern und nur 5 Prozent aus dem Handel. Deutliche Reduktionen von Lebensmittelverschwendung wären daher in Haushalten möglich. Spar informiert regelmäßig im Kundenmagazin Spar Mahlzeit! und auf der Spar-Website unter www.Spar.at/konsumententipps über Möglichkeiten, die Lebensmittelverschwendung im Haushalt zu reduzieren, wie gezielten Einkauf, richtige Lagerung sowie die Bedeutung von Mindesthaltbarkeitsdaten. Auf Spar.at/mahlzeit können Kundinnen und Kunden außerdem Zutaten eingeben, die sie noch in ihrem Kühlschrank haben und erhalten Rezepte zum Reste-Verkochen.

Verkaufen, Abverkaufen, Weitergeben
Über 98 Prozent der bei Spar angebotenen Produkte werden auch verkauft – der überwiegende Teil davon zum regulären Preis. Kommt ein Produkt in die Nähe des Mindesthaltbarkeitsdatums, wird es um -25% vergünstigt abverkauft. Gelingt auch dies nicht, spendet Spar noch genießbare Lebensmittel vorzugsweise an Organisationen, die damit Bedürftige unterstützen. Gibt es diese in der Umgebung des jeweiligen Marktes nicht, kooperiert Spar mit Foodsharing, die Lebensmittel für den Eigenbedarf „retten“ und verteilen. Gelingt auch dies nicht, können Landwirte jene Lebensmittel abholen, die für die Verfütterung an Tiere zugelassen sind bzw. wird Brot zu Tierfutter verarbeitet. Reicht die Qualität dafür nicht mehr aus, werden Lebensmittel zur Biogas-Erzeugung genutzt, sofern es Anlagen in der Umgebung gibt. Der Rest an tatsächlich verdorbenen und ungenießbaren Lebensmitteln wird über die Bio-Tonne der Kompostierung zugeführt. (red)

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