RETAIL
Unterstützungspaket für betroffene österreichische Unternehmen in der Internationalisierung © APA / Roland Schlager

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

© APA / Roland Schlager

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Redaktion 15.03.2022

Unterstützungspaket für betroffene österreichische Unternehmen in der Internationalisierung

Hilfestellung bei Suche von neuen Absatzmärkten und Ausbau von bestehenden Handelsbeziehungen.

WIEN. Aufgrund der aktuellen militärisch-politischen Entwicklungen in der Ukraine und Russland und möglichen weiteren Verschärfungen der EU-Sanktionen gegen Russland und Belarus ist mit massiven Auswirkungen auf österreichische Unternehmen mit Geschäftstätigkeiten in diesen Märkten zu rechnen.

Im Rahmen der Internationalisierungsoffensive
"go-international" haben das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und die Aussenwirtschaft Austria  der WKÖ ein Unterstützungs-Paket für betroffene Firmen erstellt. Das Sonderbudget beträgt vorläufig 2 Mio. €.

Die finanzielle Unterstützung reicht von einem Internationalisierungsscheck für den Markteintritt in neue Zielländer, über verstärkte Online-Marketing-Präsenz sowie günstige Messebeteiligungen im Ausland bis hin zu B2B-Marktplatzveranstaltungen im Inland.

"Österreichische Unternehmen sind in der aktuellen Krisenregion sehr aktiv, sie spüren die Auswirkungen des Krieges und der Sanktionen gegen den Aggressor zu allererst und sehr massiv. Für sie müssen wir jetzt da sein und ihnen ein Angebot machen, um die Auswirkungen auf ihre Tätigkeit abzufedern“, erklärt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

„Uns ist wichtig, in dieser Situation den Hunderten Betrieben, die vom Ukraine-Krieg und den Sanktionen gegen Russland betroffen sind, dabei zu helfen, Alternativmärkte zu finden oder auszubauen. Nicht zuletzt gilt es, dadurch Tausende Arbeitsplätze in Österreich zu sichern“, betont Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).


Das Unterstützungspaket im Detail

„Resilienz durch Marktdiversifikation”:

Höhere Fördersätze im Internationalisierungsscheck für Alternativ-Märkte
Betroffene Unternehmen sollen an alternative Märkte herangeführt werden.

Höhere Fördersätze im Digital-Marketing Scheck
Betroffene Unternehmen können ihre Online-Marketing Aktivitäten auf alternativen und bereits bestehenden Märkten noch stärker ausbauen.

Sonderbonus bei Marktplatz Messe & Kompetenz- und Imageauftritte
Betroffenen Unternehmen soll die Teilnahme an Messen, Kompetenz- und Imageauftritten, die als zentrale Einstiegshilfe in Ausweichmärkte wirken, zu besonders günstigen Bedingungen ermöglicht werden.

Veranstaltungen
Inlands- und Auslandsveranstaltungen mit Informations- und/oder B2B-Schwerpunkt bzw. Marktplatzveranstaltungen führen die Zielgruppe an Hauptbranchen und Ersatzmärkte rasch, kostengünstig und konkret heran.

Weitere Maßnahmen im Bedarfsfall
Es erfolgt eine laufende Evaluierung der Situation der betroffenen österreichischen Unternehmen. Bei Bedarf sind etwa Unterstützungen im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international, Überbrückungsgarantien der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) oder Maßnahmen im Bereich Cybersecurity möglich. (red)

Informationen unter: www.go-international.at.
Weitere Informationen unter: bmdw.gv.at

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL