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VKI: 21 Krapfen mit Marillenmarmelade im Test © pixabay
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Redaktion 23.02.2022

VKI: 21 Krapfen mit Marillenmarmelade im Test

WIEN. Pünktlich zum Höhepunkt der Faschingssaison 2022 hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wieder einmal wissen wollen, wie es um die Qualität der Krapfen im einheimischen Sortiment bestellt ist. 21 Marillenkrapfen mit Preisen von 25 Cent bis 2,95 Euro waren auf dem Prüfstand, darunter drei Bio‑Produkte und zwei vegane Krapfen. Eingekauft wurden die Proben bei Supermärkten, Discountern, im Biosupermarkt sowie in zehn Bäckereien, die mehrere Filialen betreiben. Die Bewertung in der Verkostung war das wichtigste Testkriterium. Zudem wurden die Herstellerangaben für Zucker und Fett überprüft sowie die Marmeladen-Füllmasse gemessen. Im Gesamtergebnis konnte 16‑mal das Testurteil „gut“ vergeben werden. Ein „sehr gut“ gab es nicht, auch wenn der Erstgereihte diese Topbewertung nur knapp verpasste. (Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung gibt es auf www.konsument.at/krapfen-2022.)

Billa Nummer 1 – und Schlusslicht
Der Testsieger kommt einmal mehr aus dem Supermarkt. Der klassische Marillenkrapfen aus der Feinkostabteilung von Billa Plus hat die Nase vorn. Auf den Plätzen folgen gleichauf die Produkte von Lidl (Backshop) und der Bäckerei Ströck. Schlusslicht ist der ebenfalls bei Billa Plus erhältliche vegane „Vrapfen“.

Bei der Geschmacksbewertung war auffällig, dass das teuerste Produkt im Testfeld bei den Verkostern durchfiel. Alle Proben des „Butterkrapfen“ von Joseph Brot waren sehr dunkel und schmeckten verbrannt und fettig – für den stolzen Preis von knapp 3 € pro Stück ein mehr als enttäuschendes Ergebnis.

Bei der Überprüfung der Deklaration von Zucker- und Fettanteil wies der vegane „Vrapfen“ von Billa Plus die stärkste Abweichung auf. Er enthielt rund 60% mehr Fett als auf der Verpackung angegeben. Bemerkenswert ist, dass die meisten Produzenten einen höheren Zuckergehalt angaben als (inklusive Zuckerbestäubung) tatsächlich enthalten war.

Zudem wurden die Hersteller gebeten, Auskunft über die Herkunft der Rohwaren zu geben. Bewertet wurde dabei nur, ob sie eine Stellungnahme abgaben oder nicht. Die Herkunft der Zutaten wurde nicht bewertet.

„Getreide und Eier stammen bei fast allen aus Österreich. Nur Lidl lässt seine Krapfen in Deutschland produzieren. Dort werden Mehl und Eier aus ‚EU- / nicht EU-Herkunft‘ verwendet. Die Fruchtfüllung stammt meist aus Österreich, die Bio-Konfitüre aus Deutschland“, erläutert VKI-Projektleiterin Nina Eichberger. „Erfreulich ist auch, dass alle Produzenten mit Ausnahme von Lidl inzwischen auf Palmöl verzichten.“ (APA)

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