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VÖM wehrt sich gegen "Verunglimpfungsversuche der heimischen Milch" © pixabay
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Redaktion 16.12.2021

VÖM wehrt sich gegen "Verunglimpfungsversuche der heimischen Milch"

WIEN. „Wer hochqualitative österreichische Milchprodukte kauft, hat die Gewähr, dass er Qualitätsprodukte mit den besten Umweltstandards kauft,“ betont dazu Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung österreichischer Milchverarbeiter. “Es besteht daher keine Veranlassung für eine Verunsicherung der heimischen Konsumenten durch unreflektierte Medienberichte aufgrund fragwürdiger Studien zu Entwicklungen in anderen Ländern, wo heimische Standards nicht gegeben sind.“ Petschar ersucht daher beim Einkauf besonders auf heimische Qualität zu achten, „denn nur hier können höchste Standards gewährleistet werden.“

CO2 und Methan sind die wichtigsten Treibhausgase in der Milchwirtschaft. Sie entstehen vor allem im natürlichen Verdauungsprozess der Rinder und in der Düngewirtschaft. In Österreich verursacht die gesamte Landwirtschaft ca. 10% der Treibhausgasemissionen, davon die Milchwirtschaft 5 %, die Energiewirtschaft und Industrie verantworten zusammen 44%, der Verkehr ca. 30%, private Haushalte 10%. Zu bedenken ist dabei, dass die Milchwirtschaft in den letzten Jahren ihre Emissionen um 15% reduziert hat, weiters, dass durch das Rind ansonsten nicht verwertbarer Aufwuchs, vor allem Gras, das beim Wachstum der Atmosphäre viel CO2 entzieht, zu hochwertigen Lebensmittels veredelt wird und damit einen Nutzen für die Selbstversorgung Österreichs mit hochwertigen Lebensmitteln erbringt. Ohne Verwertung über den Rindermagen würde Gras nutzlos verrotten, wobei auch bei diesem Prozess Treibhausgase entstehen.

Hauptgründe für die guten Klimaschutzwerte der österreichischen Milch ist der naturnahe Weg der Milchproduktion in Österreich: Hoher Grünlandanteil, keine extremen Zuchtpraktiken und damit eine längere Lebensdauer der Kühe, kein Einsatz von Palmölprodukten oder Soja aus Übersee, die mit der Regenwaldrodung in Verbindung gebracht werden, Gentechnikfreiheit, kleine und überschaubare Strukturen in der Landwirtschaft und regionale Verarbeitung sowie der EU weit höchste Bioanteil. „Neben der vorbildlichen Produktion auf den Bauernhöfen wird auch in den Molkereien auf Klimaschutz gesetzt: Erneuerbare Energie, Energie aus Biomasse, Photovoltaikanlagen, nachhaltige Verpackungslösungen und weitere Maßnahmen und Projekte haben in Österreich bereits die ersten klimaneutralen Molkereien entstehen lassen“ so Petschar. (red)

 

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