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Was macht der Handel in 2036? mn_sz1_ch_mikes

QVC-Zukunftsstudie Handel 2036: Virtuelles Shopping an der Tagesordnung

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QVC-Zukunftsstudie Handel 2036: Virtuelles Shopping an der Tagesordnung

Redaktion 11.07.2017

Was macht der Handel in 2036?

Zukunftsstudie: Das Einkaufsverhalten von übermorgen.

WIEN/DÜSSELDORF. Wochenlang nach einer gut sitzenden Jeans suchen – davon sind viele schlichtweg genervt. Das zeigt die Zukunftsstudie, für die das digitale Handelsunternehmen QVC gemeinsam mit Trendbüro Hamburg und TNS Infratest über 1.000 Menschen in Deutschland zum Shopping der Zukunft befragt hat. Demnach ist für 74% der Befragten der wichtigste Faktor beim Einkaufen, dass die Produkte genau ihren Wünschen und Bedürfnissen entsprechen – von der Farbe bis zum Körpermaß. Auffällig: Dabei sind Frauen mit 81% Zustimmung deutlich anspruchsvoller als Männer (68%).

Was nicht passt, wird passend gemacht
Geht der Trend also hin zu personalisierten Produkten, die direkt und sofort im Laden produziert werden – etwa Jeans nach Maß? Mit großer Wahrscheinlichkeit sogar. Denn fast jeder dritte Befragte (31%) kann sich das schon heute sehr gut vorstellen – entsprechende Körperscanner und 3D-Drucker gibt es bereits. „Die Medizin verabreicht mittlerweile auf die DNA angepasste Medikamente. Es ist völlig klar, dass in Zukunft jede Kleidung haargenau auf unsere Körper angepasst sein wird“, schätzt Start-up-Experte Michael Schuster das Modell der personalisierten Produkte in der Studie ein. So gehe es beim Einkaufserlebnis in Zukunft nicht mehr um die Breite und Fülle des Angebots, sondern darum, welche Parameter es gebe, um ein Produkt auf den Käufer anzupassen. Und was bedeutet das für den Handel? „Individualisierung ist einer der wichtigsten Megatrends. Was in der Kommunikation begann, hat jetzt den Handel erreicht“, sagt Trendforscher und Studienleiter Professor Peter Wippermann. „Übermorgen bestimmen persönliche Daten die Produktion. Aus Konsumenten werden Prosumenten. Sie werden mit ihren Wünschen die Herstellung steuern.“

Datenschutz war gestern
Je individueller das Produkt, desto mehr Informationen braucht der Hersteller. Was unweigerlich miteinander verknüpft ist, scheint kein Problem zu sein für die befragten Verbraucher. Viele sind bereit, im Tausch – etwa gegen die perfekte Jeans – ihre persönlichen Daten herzugeben. Dabei zeigen sich Männer deutlich freigebiger. Rund die Hälfte (49%) stimmt laut der Zukunftsstudie diesem Statement zu: „Für Produkte, die zu 100 Prozent zu mir passen, bin ich auch bereit, meine Daten herzugeben.“ Dem stimmt hingegen nur jede dritte Frau zu (33%); Unterschiede zeigen sich hier auch zwischen den Generationen. Ist rund jeder Zweite der Generation Y (16 bis 30 Jahre) bereit, mit Daten zu zahlen, sind es nur 37% der Generation X (31 bis 45 Jahre). (red)

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