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Wiener Handel setzt mit Halloween rund 13 Millionen Euro um © Walibi Holland
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Redaktion 25.10.2021

Wiener Handel setzt mit Halloween rund 13 Millionen Euro um

Im Einkaufssackerl landen vor allem schaurige Süßigkeiten und Gruseldeko.

WIEN. Zum Gruselfest Halloween am 31. Oktober 2021 werden in Wien heuer voraussichtlich Waren im Wert von 13 Mio. € eingekauft. Die Konsumenten werden im Schnitt rund 30 € ausgeben, das sind fast 50% mehr als im Vorjahr, berichtete die Wiener Wirtschaftskammer. Halloween sei weiterhin vor allem bei Jüngeren beliebt: 80% der 15- bis 29-Jährigen kaufen etwas Saisonales ein.

"Kunden wollen die Waren auf ihren Gruselfaktor direkt vor Ort überprüfen", sagte Handelsobfrau Margarete Gumprech. Deshalb würden mehr als 90% der Kunden Halloween-Artikel in Geschäften besorgen, 26% nur oder auch im Internet. Vor allem Süßigkeiten und Deko werden gekauft.

Rund drei Viertel der Menschen in Wien zwischen 15 und 29 Jahren feiern Halloween. Als Grund für die heuer "verstärkte Partylaune" ortet die Kammer die im Vergleich zu 2020 gelockerten Corona-Maßnahmen. Die geplanten Aktivitäten reichen von privaten Feiern, über Lokalbesuche bis zum Bereithalten von "Süßem oder Saurem" oder einer Unternehmung mit Kindern. Jüngere freuen sich über Masken und Süßigkeiten. Verkleiden stehe bei allen Halloween-Fans hoch im Kurs.

"Mittlerweile gestehen über die Hälfte der Wiener dem Halloweenfest eine traditionelle Verankerung zu", berichtete die Spartenobfrau des Wiener Handels. Das sei auch an den Umsätzen zu erkennen: Gaben die Wiener im Jahr 2007 erst 5,5 Mio. € dafür aus, sei es in diesem Jahr mehr als das Doppelte. Ein traditionelles Essen habe sich noch nicht etabliert, bei vielen Halloween-Fans stünden aber Kürbisgerichte und -suppen sowie Speisen mit spezieller Dekoration hoch im Kurs.

Das Wort Halloween geht auf die englische Redewendung "All Hallows' Eve" zurück, was "Abend vor Allerheiligen" bedeutet. Ursprünglich wurde das Fest vor allem in England und Nordirland gefeiert, seit dem 19. Jahrhundert gehört es zum Brauchtum der USA. (APA)

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