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Nachhilfe ist nötig © PantherMedia / Wavebreakmedia ltd.

Rund ums Gehalt herrscht bei Studenten in Österreich viel Unwissen.

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Rund ums Gehalt herrscht bei Studenten in Österreich viel Unwissen.

Redaktion 22.04.2022

Nachhilfe ist nötig

Angehende Akademiker haben recht wenig Ahnung von ihren späteren Gehaltsmöglichkeiten.

WIEN / GRAZ. Ein abgeschlossenes Studium ist zwar kein Garant für späteren beruflichen Erfolg, verbessert die Chancen aber doch erheblich. Kein Wunder also, dass dieser pragmatische Grund bei der Entscheidung für ein Studium bei vielen jungen Menschen eine Rolle spielt. Trotzdem ist das Wissen des akademischen Nachwuchses darüber, welche Verdienstmöglichkeiten sich nach dem Studienabschluss bieten, recht mangelhaft, wie eine aktuelle Umfrage der Jobvermittlungs- und Info-Plattform Talents of Tomorrow (Talto) zeigt.

Viele Defizite

Von den knapp 2.000 Studentinnen und Studenten österreichischer Hochschulen gab nur etwas mehr als die Hälfte (56%) an, gut oder sogar sehr gut über das allgemeine Gehaltsniveau für ihren angestrebten Studienabschluss informiert zu sein. Über die konkrete Höhe des Gehalts, mit dem sie beim Einstieg in den Job rechnen können, glauben nur 44% fundierte Informationen zu haben, gut jeder zehnte Umfrageteilnehmer (elf Prozent) hält seinen Wissensstand dazu für mangelhaft.

Erklären lässt sich die Ahnungslosigkeit möglicherweise damit, aus welchen Quellen die Studierenden ihre Informationen beziehen. Sieben von zehn geben an, Fragen rund um das Gehalt mit Freunden und Bekannten zu besprechen, die Hälfte wendet sich an Studienkollegen, die – wie die Umfrage zeigt – meist nicht viel mehr wissen. Karriereplattformen spielen mit 38,5% eine deutlich geringere Rolle.

Hoher Info-Bedarf

95% der Befragten gaben an, mehr über Einstiegsgehälter, Gehaltschancen, rechtliche Aspekte oder Möglichkeiten zur Gehaltssteigerung wissen zu wollen. Stark nachgefragt sind auch Tipps für Gehaltsverhandlungen. Für zwei Drittel sind diese Themen sogar „sehr interessant”.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass der finanzielle Aspekt bei den künftigen High ­Potentials gar nicht oberste Priorität hat. Eine angenehme Arbeits­atmosphäre, ein abwechslungsreicher Tätigkeitsbereich, gute Weiterbildungsmöglichkeiten und flexible Arbeitszeiten sind ihnen wichtiger als ein möglichst hohes Gehalt.

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