HEALTH ECONOMY
Abnehmen hilft © PantherMedia/Jpcprod

Wird Diabetes nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, können schwere Folgeerkrankungen auftreten, warnen Experten.

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Wird Diabetes nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, können schwere Folgeerkrankungen auftreten, warnen Experten.

Redaktion 20.11.2020

Abnehmen hilft

Schwerpunkt Diabetes – Teil 3 Die WHO rief anlässlich des Weltdiabetestags zum Kampf gegen Fettleibigkeit auf.

••• Von Katrin Pfanner

WIEN/GENF. Weltweit steigt die Zahl der zu dicken Kinder und Jugendlichen alarmierend. Zum Weltdiabetestag am vergangenen Samstag rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alle Länder auf, Fettleibigkeit besonders bei jungen Leuten entschiedener zu bekämpfen, etwa durch die Förderung sportlicher Aktivitäten. Starkes Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren für Diabetes.

Covid-19-Risiko

In der Coronavirus-Pandemie seien Diabetes-Kranke besonders gefährdet, weil sie bei einer Infektion eher mit einem schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 rechnen müssten, so die WHO. Die Wahrscheinlichkeit, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, ist für Diabetiker laut einer US-amerikanischen Studie sechs Mal höher. In vielen Ländern ist die Versorgung von Diabetes-Patientinnen und -Patienten wegen der Pandemie erschwert oder unterbrochen. Das Problem ist vor allem die hohe Dunkelziffer. In Österreich leben etwa 800.000 Diabetiker, aber nur rund 600.000 wissen über ihre Erkrankung Bescheid und werden therapiert. Bleibt die Stoffwechselkrankheit lange unerkannt und -behandelt, schädigt diese die Gefäße. Herzschwäche, Herzinfarkt sowie Nierenversagen sind mögliche Spätfolgen und Komplikationen. So ist Diabetes nach wie vor der häufigste Grund für eine Nierenersatztherapie, wird Helmut Brath von der Diabetes- und Fettstoffwechselambulanz, Gesundheitszentrum Favoriten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), in einer Aussendung des Unternehmens AstraZeneca zitiert. Werde Diabetes nicht rechtzeitig vorgebeugt und behandelt, sind die Spätfolgen umso verheerender.

„Menschen, die an Typ-2-Diabetes leiden, weisen oft ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko auf”, erläutert Philipp Leuschner, Medical Director von Boehringer Ingelheim in Österreich. Daher sollten betroffene Personen regelmäßig mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt darüber sprechen, wie sie ihre Herzgesundheit fördern können. „Denn die Steuerung der Herzgesundheit ist für Menschen mit Diabetes ebenso wichtig wie die Steuerung des Blutzuckerspiegels”, sagt Leuschner.

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