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Das Spiel mit dem Essen ist global © Dieter Nagl/SKB (2)

Handels-Blick Die komplexe Logistik hinter den immer verfügbaren Lebensmitteln ist eines der Ausstellungs-Themen auf Schloss Hof und Schloss Niederweiden im Marchfeld/NÖ.

© Dieter Nagl/SKB (2)

Handels-Blick Die komplexe Logistik hinter den immer verfügbaren Lebensmitteln ist eines der Ausstellungs-Themen auf Schloss Hof und Schloss Niederweiden im Marchfeld/NÖ.

alexandra binder 22.03.2019

Das Spiel mit dem Essen ist global

Auf Schloss Hof und Schloss Niederweiden widmet man sich dem weltweiten Handel mit Lebensmitteln.

••• Von Alexandra Binder

ENGELHARTSTETTEN. Wollten Sie schon immer mal wissen „Warum die Welt isst, wie sie isst?” Dann sollten Sie einen Ausflug nach Schloss Hof und Schloss Niederweiden/NÖ ins Auge fassen. Dort wird nämlich die Ausstellungsreihe unter dem Schlagwort „Das Spiel mit dem Essen” fortgesetzt. „Handel & Logistik” ist dabei das Thema auf Schloss Hof.

Schon die temporäre, begehbare Außeninstallation zeigt, dass der Handel mit Lebensmitteln ein globales Business ist, bei dem Waren quer über den Globus befördert werden. Etwa in 40.000 Containerschiffen, die gerade auf den Weltmeeren mit Waren aller Art unterwegs sind – Containerhäfen sind zu wichtigen Drehkreuzen im internationalen Handel geworden. Im Schloss spannen historische Handelswege den Bogen zu modernen Logistikzentren und globalen Handelsrouten. Die bestätigen einmal mehr, welch weite Reise häufig hinter den Lebensmitteln steckt – Stichwort: Klimaproblem.

Alternative Konzepte

Fündig wird aber auch, wer emissionsfreie Optionen des Warentransports und alternative Konzepte zum Supermarkt sucht, hinter denen eine „grüne” Logistik steckt – sprich ein regionales, saisonales Angebot. Außerdem Thema: Nahrungsmittel als Spekulationsgut; in diesem Teil der Ausstellung klärt sich, welche Auswirkungen Nahrungsmittelbörsen auf die weltweite Versorgung haben und warum aus Wasser „blaues Gold” wird.

Was noch bleibt? Das Thema Transparenz. Was das betrifft, dreht sich alles um den „gläsernen Konsumenten”, der dem Einzelhandel einerseits persönliche Daten zur Verfügung stellt – Stichwort Einkaufsverhalten, Produktpräferenzen und Bewegungsmuster –, auf der anderen Seite aber auch selbst Transparenz fordert, die mit einem Gütesiegel-Dschungel einhergeht.
Auf Schloss Niederweiden reist man derweil. Und zwar unter dem Motto „Von der Greißlerei zum Hightech-Supermarkt” in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Lebensmittelkaufs. Eines der Highlights ist eine ausgestellte originale Greißlerei aus der Zeit um 1900. Während man auf die persönliche Bedienung wartete, plauschte man dort mit Nachbarn und Bekannten. Und war am Monatsende nichts mehr im Börserl, ließ man einfach anschreiben.
Heute sind Selbstbedienungssupermärkte Alltag und Anschreiben passé. Allerdings ist diese Art des Einkaufs historisch jung: Supermärkte gibt es in Europa seit rund 70 Jahren; in Österreich eröffnete der erste SB-Supermarkt, der Konsum, 1950 in Linz. Amerika hat ein Jahrhundert Supermarkt­geschichte.

www.bauernladen.at

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