RETAIL
Die Devise lautet: Tiere ganz verarbeiten © Unimarkt Gruppe

Partner Florian ­Hütthaler, Geschäftsinhaber Hütthaler, gemeinsam mit Andreas Haider, Geschäftsführung Unimarkt Gruppe.

© Unimarkt Gruppe

Partner Florian ­Hütthaler, Geschäftsinhaber Hütthaler, gemeinsam mit Andreas Haider, Geschäftsführung Unimarkt Gruppe.

Redaktion 04.09.2020

Die Devise lautet: Tiere ganz verarbeiten

Eine vollständige Verarbeitung erweist dem Tier Respekt, Hütthalers Hofkultur und Unimarkt machen es vor.

••• Von Daniela Prugger

In einem sind sich Politik, Konsumenten und die Industrie einig: Es braucht mehr Tierwohl, weniger Massenproduktion, gerechtere Arbeitsbedingungen und keine Billig-Preise mehr. Denn der jüngste Skandal rund um die deutsche Schlachterei Tönnies und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen osteuropäischer Arbeiter haben Missstände in manchen Fleischbetrieben einmal mehr aufgezeigt. Es soll sich etwas ändern in der Branche, darüber sind sich die meisten Beteiligten einig. Aber wie?

Seit Jahren verfolgen der regionale Lebensmittelhändler Unimarkt und der Familienbetrieb Hütthaler die Diskussion rund um die artgerechte Tierhaltung und stellen den Umgang mit Nutztieren eigenen Angaben zufolge in den Mittelpunkt. Mehr Regionalität könnte eine Antwort sein auf eine Verbesserung der Standards.

Eine neue Kultur muss her

Regionalität und das Versprechen, hochwertige Lebensmittel zu bieten, seien für Unimarkt Werte, die täglich in allen Standorten gelebt werden. „Wir sind überzeugt davon, dass Lebensmittel aus der Region und von gesunden und glücklichen Tieren am besten schmecken. Der Familienbetrieb Hütthaler teilt diese Vision und setzt mit seiner Hofkultur neue Maßstäbe in diesem Bereich”, erklärt Andreas Haider von der Geschäftsführung der Unimarkt Gruppe.

„Als regionaler Lebensmittelhändler sind wir uns dieser Verantwortung bewusst und achten daher nun mehr denn je darauf, mit Partnern zu kooperieren, die diese Werte ebenfalls leben und vorantreiben”, heißt es weiter.
Nachgewiesen sei, dass mit den Möglichkeiten der Tiere, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben, auch die Fleischqualität steigt. Unimarkt achtet daher bei der Auswahl seiner regionalen Partner auf artgerechte Tierhaltung, Tiergesundheit, gentechnikfreie Erzeugung sowie eine bedarfsgerechte und tiergesunde Fütterung.

Höhere Qualität

„Wir leben Nachhaltigkeit, daher ist es uns immer wieder wichtig, solche Themen in den Mittelpunkt zu rücken, um das Bewusstsein unserer Kundinnen und Kunden dafür zu schärfen und sie auch mit den notwendigen Informationen zu versorgen”, erklärt Haider.

Durch die Kooperation mit Hütthaler geht der Lebensmittelhändler einen Schritt weiter. „Hütthalers Hofkultur” ist ein Tierwohl-Projekt, das über die gesamte Wertschöpfungskette reicht: beginnend beim Landwirt, über den Frächter und den Schlachthof bis hin zur Verarbeitung und dem Handel. Nur wenn eine optimale Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier geschaffen wird, kann eine höhere Qualität für die Fleisch-, Wurst- und Schinkenprodukte garantiert werden.

From nose to tail

Die Tierwohl-Marke Hütthalers Hofkultur wurde ins Leben gerufen, damit nicht nur die regionalen Landwirte, sondern auch die Tiere profitieren, heißt es vonseiten des Unternehmens. Der Ansatz „From nose to tail”, also die Verarbeitung möglichst aller Teile eines geschlachteten Tieres vom Kopf bis zum Schwanz, ist ein weiteres Charakteristikum dieser einmaligen Tierwohl-Marke.

Eine vollständige Verarbeitung erweist dem Tier und auch dem Landwirt den nötigen Respekt. Die Schweine und Rinder wachsen in großzügigen Ställen mit Auslauf, ständigem Zugang zu frischer Stroheinstreu und gentechnikfreiem Futter auf. Aufgrund des Auslaufs an die frische Luft sind die Tiere nicht nur robuster und fitter, sondern auch beim späteren Transport viel gelassener als bei herkömmlichen Stallungssystemen.

Würdevoller Umgang

Mittlerweile zählen bereits 31 Landwirte zu den Hofkultur-Partnerhöfen, an denen Tierwohl vorgelebt und weiterentwickelt wird. Diese widmen sich mit Begeisterung dem Tierwohl und profitieren auch selber davon. „Wenn man ‚Schlachthof nach Tierwohlgrundsätzen' hört, ist das natürlich für viele im ersten Moment verwirrend. Das kann aber auch daran liegen, dass sich kaum einer mit dem Thema bisher beschäftigt hat. Wir sind ein fleischverarbeitender Betrieb, essen selbst Fleisch und unsere Kunden logischerweise auch. Ein würde- und respektvoller Umgang mit dem Tier bis zur Tötung sehen wir daher als eine unanfechtbare Grundsätzlichkeit”, so Hütthaler. Um die Verarbeitung möglichst aller Teile eines Tieres zu gewährleisten, reichen die Artikel vom frischen Schnitzel & Faschierten, über Würstel & Aufschnitt bis hin zum traditionellen Bratlstück. Im Unimarkt Online-Shop sind zusätzlich auch Snack-Würstel und Speck erhältlich.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL