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Die Sehnsucht nach Vernetzung © APA/AFP/Robyn Beck
© APA/AFP/Robyn Beck

Redaktion 09.07.2021

Die Sehnsucht nach Vernetzung

Junge Käufer werden auch zukünftig in die Geschäfte pilgern – aber primär, um sich smarte „Erlebnisse” zu verschaffen.

HAMBURG/SANTA MONICA. Augmented Reality, Kreislaufwirtschaft und „Connected Shopping”: Eine von der internationalen Trendforschungsagentur Foresight Factory und Snap – dem Unternehmen hinter Snapchat – durchgeführte Umfrage unter 20.000 Verbrauchern weltweit liefert Anhaltspunkte, wie das Shopping der Zukunft aussehen wird – zumindest, wenn es nach den Erwartungen der jungen Käufergruppen, den Millennials (Jg. 1981-1996) und der Generation Z (Jg. 1995-2010), geht.

Einzelhandel reloaded

Die kauffreudigen jungen Konsumenten, die nach Monaten des bloßen Onlineshoppings wieder in die Geschäfte zurückkehren, tun dies gemäß Studie vor allem, da sie sich nach den „sozialen und taktilen Momenten” des Shopping-Erlebnisses sehnen; entscheidendes Motiv ist jedenfalls das Bedürfnis, nicht die Notwendigkeit. So haben etwa 48% der Befragten vor, die Mehrzahl ihrer Mode-Einkäufe online zu erledigen – ein Wert, der bei Körperpflegeprodukten (19%) und Lebensmitteln (8%) weit geringer ausfällt.

Dennoch bleibt der Produkttest im Modehandel (wie auch bei Schmuck, Accessoires und Make-up) weiter wichtig: Mehr als 40% der Verbraucher ging dieser ab, bei der Generation Z mit 49% sogar fast der Hälfte.
Allein auf den Vorzug des Ausprobierens dürfen Händler laut Studie aber nicht vertrauen, wenn sie die jungen Käufergruppen häufiger in ihren Geschäften empfangen wollen: Sie wünschen sich smarte Technologie – wie „smarte Spiegel” und interaktive Bildschirme –sowie ein personalisiertes Kundenerlebnis. Freilich steht auch bei diesen Technologien der Erlebnis-Charakter im Vordergrund.

Der vernetzte Käufer

Unter den jungen Kunden sind Smartphones sowohl beim Onlineshopping als auch im Geschäft unverzichtbar – Handies müssen als „Erweiterung des physischen Einzelhandelsgeschäfts” gedacht werden.

Bei allem Fokus aufs Erlebnis kommt auch das Umweltbewusstsein nicht zu kurz: Secondhand, Abfallreduktion und Kreislaufwirtschaft sind in allen Branchen gefragt. (red)

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