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Konsumwandel unter der Lupe © APA/Herbert Neubauer

„Klassisch” oder online?Während viele den maskenfreien Einkauf herbeisehnen, plant eine Teilgruppe, auch nach überstandener Pandemie den Lebensmittelkauf nur mehr digital zu vollziehen.

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„Klassisch” oder online?Während viele den maskenfreien Einkauf herbeisehnen, plant eine Teilgruppe, auch nach überstandener Pandemie den Lebensmittelkauf nur mehr digital zu vollziehen.

Redaktion 24.09.2021

Konsumwandel unter der Lupe

Eine Medallia-Studie konstatiert Veränderungen im Lebensmittel-, Sportartikel- und Kosmetikbereich.

WIEN / MÜNCHEN. Der Experience-Management-Anbieter Medallia hat im Rahmen einer 15-monatigen Forschungsstudie die Auswirkungen der Pandemie auf die Zukunft des Einzelhandels analysiert – Grundlage: die Passantenfrequenz aus der Smartphone-Geolokalisierung von mehr als zwei Mio. Verbrauchern, Ausgabendaten von sechs Mio. Verbrauchern und psychografische Umfragedaten.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Die allgemeine Angst vor Covid-19 hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen; bei einer Teilgruppe ist von dauerhaften (starken) Verhaltens- und Einkaufsgewohnheiten auszugehen; die Verlagerung zum Online-Shopping hält trotz Pandemieverlangsamsung an.

Drei Bereiche im Fokus

Eine der größten pandemiebedingten Gewohnheiten ist die Umstellung auf die Lieferung von Lebensmitteln – viele Verbraucher haben sich trotz Sicherheitsmaßnahmen in den Geschäften auf ein Verhalten außerhalb der Geschäfte eingestellt und werden diese Gewohnheiten dauerhaft beibehalten.

Im Sportartikelhandel zeigt sich laut Studie eine zunehmende Spaltung des Markts, da die großen Einzelhändler und Amazon über den Preis konkurrieren und die Fachhändler über Produktauswahl und Qualität.

„Nullsummenspiel” Kosmetik

Zu einem „wettbewerbsintensiven Nullsummenspiel” sei der Kosmetikeinzelhandel verkommen, so Gerhard Raffling, VP und Country Manager Medallia.

Obwohl sich die Ausgaben für Schönheitsartikel langsam wieder erhöhen, beabsichtigen die Verbraucherinnen, ihre Einkäufe nicht weiter zu steigern. Sie planen, Produkte und Marken auszuprobieren und gleichzeitig ihre Ausgaben in Großhandel und Kaufhäuser zu verlagern. Kosmetikfachhandel und Direct-to-Consumer-Marken befänden sich in einem „zunehmend harten Kampf um die Loyalität der Verbraucherinnen”. (red)

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