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Lernen aus der Coronakrise © www.zweischrittweiter.at (2)

LGV Vorstand Nachdem die Maßnahmen in Österreich ­gelockert wurden und bilaterale Gastarbeiterabkommen zwischen östlichen Nachbarländern getroffen wurden, reüssiert LGV-Vorstand Josef Peck.

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LGV Vorstand Nachdem die Maßnahmen in Österreich ­gelockert wurden und bilaterale Gastarbeiterabkommen zwischen östlichen Nachbarländern getroffen wurden, reüssiert LGV-Vorstand Josef Peck.

Redaktion 26.06.2020

Lernen aus der Coronakrise

In Krisenzeiten verlässt sich die LGV Sonnengemüse auf ihre Familienbetriebe und langjährige Mitarbeiter.

WIEN. Die Corona-bedingten Restriktionen der vergangenen Wochen und Monate im Frühjahr und Sommer 2020 stellten Landwirte in ganz Österreich vor neue Herausforderungen. Die anfängliche Sorge vor einem kurzfristigen Ausfall von Ernte­helfern war groß, auch bei der LGV Sonnengemüse.

Die Erntehelfer der Genossenschaft stammen aus verschiedenen osteuropäischen Ländern, Rumänen seien stark vertreten sowie Tagespendler aus Ungarn. Nun, nachdem die Maßnahmen in Österreich gelockert und bilaterale Gastarbeiterabkommen getroffen wurden, reüssiert LGV-Vorstand Josef Peck: „Wir konnten die Arbeitskräftesituation bis dato ohne große Probleme meistern. Am Standort der LGV Sonnengemüse in Simmering, wo wir wesentlich mehr Mitarbeiter beschäftigen, war die Situation etwas herausfordernder. Wir mussten zusätzlichen Platz für Sanitär- und Umkleideräume schaffen und im Schichtbetrieb in Teams arbeiten, um die notwendige Distanz einzuhalten.”

Ein nachhaltiges Modell

„Wir haben die erste Infektionswelle sehr gut überstanden und können aktuell die um ca. 10-15 Prozent gestiegene Nachfrage nach regionalem Gemüse gut bedienen”, so Peck. Doch die Coronakrise hat gezeigt: Wenn die Arbeitskräfte aus Osteuropa fehlen, kommt die Landwirtschaft schnell an ihre Grenzen. Auf die Frage, wie ein nachhaltiges Modell aussehen könnte, verweist Peck auf das hauseigene Modell der LGV: kleinstrukturierte Familienbetriebe und langjährige Mitarbeiter, die bei unseren Gärtnern und Gemüsebauern am Hof wohnen, oder bereits einen Wohnsitz nahe dem Arbeitsplatz haben.

„Unsere Struktur mit den vielen kleinen Mitgliedsbetrieben funktioniert sehr gut. Das Risiko wird auf mehrere Schultern verteilt, die Produktion gesichert; in der Bevölkerung hat man uns noch mehr als bisher als wichtigen Partner der österreichischen Lebensmittelversorgung wahrgenommen. Trotzdem wollen wir uns weiterentwickeln und auch in Zukunft über neue Produkte nachdenken”, sagt Peck. (dp)

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