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Frauenpower auf der Expo © Ars Electronica Solutions

Bei der Expo in Dubai kommen die Produkte von Lite-Soil zum Einsatz: Sie wurden bei den Bäumen im Pavillon eingearbeitet und tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen. So wird das nachhaltige Pavillon-Konzept durch eine Innovation aus Österreich unterstützt.

© Ars Electronica Solutions

Bei der Expo in Dubai kommen die Produkte von Lite-Soil zum Einsatz: Sie wurden bei den Bäumen im Pavillon eingearbeitet und tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen. So wird das nachhaltige Pavillon-Konzept durch eine Innovation aus Österreich unterstützt.

Redaktion 17.09.2021

Frauenpower auf der Expo

Teil 1 „Frauen und ihre Innovationskraft” Weibliche „Change Maker” zeigen ihr Know-how und ihre Projekte auf der Weltausstellung in Dubai.

WIEN / DUBAI. Frauen sind innovativ und kreativ. Sie gestalten die Welt maßgeblich mit – und können sie mit ihren Lösungen für die aktuellen Problemstellungen unserer Zeit positiv verändern. Die Leistungen der Unternehmerinnen und Forscherinnen, die zum Wandel hin zu einer grünen, lebenswerten und nachhaltigen Zukunft beitragen, werden daher auf der Weltausstellung in Dubai besonders gewürdigt.

53 Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentieren im iLab – der Wissensplattform im Inneren des Österreich-Pavillons – ihre Entwicklungen und Produkte einem Millionenpublikum. Die Projekte beweisen, dass Frauen nicht nur für frischen Wind in der Forschung sorgen, sondern auch für wichtigen Input und herausragende Ergebnisse stehen. Anbei drei Beispiele:

Madenfarming

Livin Farms Agrifood – Madenfarming für zu Hause: Livin Farms ist ein in Wien und Hongkong ansässiges Start-up, das sich für ein nachhaltiges und zirkuläres Lebensmittelsystem einsetzt; der Schlüssel dazu sind Mehlwürmer.

Projektleiterin Valerija Volcic: „Mit dem Hive Explorer wird eine Kreislaufwirtschaft geschaffen und in die Praxis umgesetzt, indem Mehlwürmer mit Lebensmittelabfällen gefüttert werden und die Mehlwürmer wiederum als Protein für Mensch und Tier und der Mehlwurmkot als Pflanzendünger verwendet werden.” Livin Farms denkt bereits in großen Dimensionen und sieht viele Möglichkeiten zur Verbesserung des Ernährungssystems – in Haushalten, Schulen, Wirtschaft, Industrie. „In Zusammenarbeit mit lokalen Bäckereien und großen Supermärkten reduzieren wir die massiven Lebensmittelabfälle und wandeln sie in unserer industriellen Insektenzuchtanlage in wertvolle Proteine und Düngemittel um”, erklärt Volcic.

Slow Fashion

Kunstuniversität Linz – Fashion & Technology (OÖ): Fashion & Technology ist ein Bachelor- und Masterstudium für zukunftsorientiertes, nachhaltiges und inklusives Modedesign an der Kunstuniversität Linz, das Design und Forschung verbindet. Ute Ploier, Leiterin des Studiengangs Fashion & Technology, wirft in ihrem Projekt „In The Lab” einen Blick in eine nachhaltige, inklusive und demokratische Zukunft der Mode.

„Mit ihren menschenverachtenden und umweltzerstörerischen Produktionsmethoden hat die ‚Fast Fashion' längst alle Grenzen überschritten. Fashion & Technology setzt dem System Mode mit neuen, nachhaltigen Prozessen Alternativen entgegen”, sagt sie. Fashion & Technology beschäftigt sich mit der Frage, wie traditionelle Systeme in der Mode hinsichtlich Designstrategien und Produktionsmethoden neu gedacht werden können. Im Fokus stehen experimentelle, innovative Materialien, ressourcenschonende, regionale Herstellung, ein respektvoller Umgang mit Diversität und humane Arbeitsbedingungen.

Nachhaltiges Grün

Lite-Soil – water saving products: Das Wiener Familienunternehmen Lite-Soil von Dorothea Sulzbacher und Thomas Eichenauer entwickelt und produziert neuartige, extrem Wasser speichernde Netze und Streifen auf Geotextil-Basis. Ins Erdreich eingebracht, sorgen diese „künstlichen Wasseradern” für nachhaltige Begrünung. Die Systeme werden u.a. auf Rasenflächen, Sportplätzen und Böschungen sowie bei Wüstenbegrünungen angewendet.

„Wassersparen und Begrünung im Kampf gegen den Klimawandel sind nach wie vor oberstes Gebot. Mit unseren Produkten können bis zu 70 Prozent des immer kostbarer werdenden Wassers eingespart werden”, so Sulzbacher. Auch bei der Expo in Dubai kommen die Produkte zum Einsatz; sie wurden bei den Bäumen im Pavillon eingearbeitet und tragen damit dazu bei, mit vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. (sb)

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