CAREER NETWORK
Informatiker-Mangel © APA/Herbert Pfarrhofer

Es gibt viel zu wenige Absolventen im Informatik-Bereich. (Bild: Studenten bei der Inskription an der TU Wien.)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Es gibt viel zu wenige Absolventen im Informatik-Bereich. (Bild: Studenten bei der Inskription an der TU Wien.)

Redaktion 02.02.2018

Informatiker-Mangel

Wirtschaft giert nach Fachkräften; IT-Branchenvertreter fordern bei den Ausbildungsbudgets deutliche Steigerungen.

WIEN. Angesichts geschätzter 10.000 allein in Österreich nicht besetzter IT-Fachkräfte-Jobs fordern Branchenvertreter einen „Masterplan” zur Hebung der Absolventenzahlen. Allein an den Universitäten bräuchte es am Ende der kommenden vier Jahre eine Budgetverdoppelung, wie Gerald Steinhart von „Informatik Austria”, ehemaliger Dekan für Informatik an der Technischen Universität (TU) Wien, erklärte. Aktuell zählt man an den österreichischen Universitäten rund 15.700 und an den Fachhochschulen (FH) etwas über 5.000 Informatik-Studenten.

„Flaute” herrsche allerdings bei den Absolventen, wie Norbert Wohlgemuth vom Kärntner Institut für Höhere Studien (KIHS) ausführte: Etwas über 1.200 Uni-Absolventen und knapp mehr als 1.300 an FHs wurden im Studienjahr 2015/16 gezählt. Dem gegenüber stehen hohe Drop-out-Quoten um die 50%. Das liege auch daran, dass die Wirtschaft nach Personal giere; es handle sich in vielen Fällen um ein „Job-out”, so UBIT-Berufsgruppensprecher Martin Zandonella. Pro unbesetztem IT-Job gehen der österreichischen Wirtschaft rund 160.000 € verloren.
Laut Ministerratsbeschluss von Mittwoch bleiben die Zugangsbeschränkungen für Informatik-Fächer an den heimischen Unis bestehen, das Uni-Budget wird jedoch ausgeweitet. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL