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Uni der Zukunft © APA/Georg Hochmuth

Corona zeigt jetzt, dass die Digitalisierung auch für die akademische Bildung eine wichtige Rolle spielt.

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Corona zeigt jetzt, dass die Digitalisierung auch für die akademische Bildung eine wichtige Rolle spielt.

Redaktion 17.04.2020

Uni der Zukunft

e-Learning war für Hochschulen bisher kaum ein Thema – eine Ignoranz, die sich jetzt rächt.

••• Von Britta Biron

WIEN. Die Universität Wien und die TU Wien erreichten im aktuellen „QS World University Ranking 2020”, für das mehr als 1.000 Hochschulen weltweit bewertet werden, einen Platz in den Top 200, die Universität Innsbruck, die TU Graz und die Johannes Kepler Universität Linz konnten sich in den Top 500 platzieren. In den Subrankings der 48 Wissenschaftszweige und Fachgebiete zählen sieben österreichische Hochschulen zu den Top 50. Ebenfalls gut abschneiden konnten die heimischen Hochschulen im Times Higher Education (THE) Fächerranking 2020 – acht Platzierungen in den Top100.

e-Learning vernachlässigt

Ein Kriteriem, mit dem viele Universitäten seit etlichen Wochen rund um den Globus konfrontiert sind, wurde bei allen Rankings bisher nicht beurteilt: die Möglichkeit zum e-Learning.

Die 200 Rektoren, die im Jahr 2018 von THE zu diesem Thema befragt wurden, waren mehrheitlich der Meinung, dass Studieren via Computer im Unialltag keine große Rolle spielen werde – die Pandemie führt jetzt allerdings allen das Gegenteil vor Augen.

Digitalisierung ist notwendig

Die Österreichische Hochschülerschaft hat in einer ersten Umfrage den Status quo zur digitalen Fitness der heimischen Unis erhoben: 65% der Studenten beurteilen ihn als schlecht.

Zu den Kritikpunkten zählen neben technischen Hürden vor allem geschlossenen Bibliotheken, die mangelhafte Aufbereitung der Lehrinhalte für das außerplanmäßige Fernstudium. Oft stünden nur markierte Skripten, Foliensätze oder gescannte Buchseiten zum Selbststudium zur Verfügung.
Von Lehrenden, die für gute Rahmenbedingungen sorgen – etwa mit vertonten Folien, Diskussionsrunden in Foren oder Videokonferenzen, Bildschirmübertragungen und Livestreams inklusive Aufzeichnung –, berichten nur 10% der Studenten.

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