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Was der „richtige” MBA bringt © Panthermedia.net/Prometeus

Ein MBA bringt Frauen Vorteile in puncto Position und Verdienst.

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Ein MBA bringt Frauen Vorteile in puncto Position und Verdienst.

06.11.2015

Was der „richtige” MBA bringt

Ein MBA ist zwar keine Garantie für einen Aufstieg ins Top-Management, für viele weibliche Führungskräfte ist er aber eine wertvolle Investition in ihre Karriere und ihre persönliche Zukunft.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Jüngsten Statistiken zufolge sind die Unternehmen mit dem größten finanziellen Erfolg auch jene mit den meisten weiblichen Führungskräften. Allerdings liegen Frauen in puncto Position und Verdienst noch immer hinter ihren männlichen Kollegen zurück.

Die gute Nachricht lautet, dass Executive Education eine der besten Möglichkeiten bietet, diesem Missstand abzuhelfen, nennt ­Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy, wesentliche Vorteile, die ein MBA vor allem für weibliche Führungskräfte bereithält:

Globales berufliches Netzwerk

Sich mit anderen Führungskräften international nachhaltig vernetzen und Kontakte mit Mehrwert knüpfen zu können, stellt für viele MBA-Teilnehmerinnen einen der größten Pluspunkte dar. Speziell weibliche Führungskräfte schätzen oft die wertvollen beruflichen Beziehungen und das Netzwerk; sie nutzen aktiv die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Gruppe, auch noch lang nach Studienabschluss.

Wirtschaftliches Know-how

Mit dem „richtigen” MBA erwirbt man nicht „nur” fundiertes Wissen in den Bereichen Analyse, Decision-making und Leadership, sondern auch umfassende Soft Skills.

Gerade hier können weibliche Führungskräfte die ihnen oft zugeschriebenen besonderen Fähigkeiten einbringen, wodurch nicht nur die Diversität in der Klasse, sondern gleichzeitig auch das Gespür für Diversität im Alltag von Managern gefördert wird. Zudem bietet die Klassengemeinschaft den Studierenden ein ideales Umfeld, in dem sie lernen, in heterogenen Teams zu arbeiten, mit zeitlichen Zwängen umzugehen und Risiken strategisch zu bewerten, anstatt sie nur verringern zu wollen.

Erfolg durch Selbstvertrauen

Führungskräfte brauchen eine gesunde Portion Selbstvertrauen. Neben vielen weiteren Dingen lernt man während eines MBA-Studiums, andere zu überzeugen, den eigenen Standpunkt zu verteidigen und nicht klein beizugeben, wenn man herausgefordert wird. Viele Manager erfahren genau dadurch eine ungemeine Stärkung ihres Selbstvertrauens. Letztlich geht es beim Diskutieren und Lernen mit Studienkollegen nicht nur um den Erwerb von Know-how, sondern auch darum, am eigenen Rollenverständnis als Führungskraft zu arbeiten und für die nächste Herausforderung bereit zu sein.

Austausch über Best Practies

In den letzten Jahren hat die Zahl der weiblichen Führungskräfte, die ein MBA-Studium beginnen, stetig zugenommen, sodass ihr Anteil in einigen MBA-Klassen bereits über 50% liegt. Das sind ideale Voraussetzungen, um als Programmteilnehmerin Gleichgesinnte zu treffen, die sich mit genau den gleichen Herausforderungen konfrontiert sehen.

So können sie einerseits Best-Practice-Beispiele untereinander austauschen, und andererseits voneinander lernen, wie man sich in einem schwierigen Geschäftsumfeld am besten behauptet.

Perspektivenwechsel

Manchmal braucht es nur eine etwas andere Perspektive, um für die großen beruflichen Veränderungen bereit zu sein: Wer einen MBA macht, schärft das eigene Gespür für Möglichkeiten, erweitert seinen Horizont radikal und erwirbt das Rüstzeug und Selbstvertrauen, um diese Möglichkeiten auch entsprechend nutzen zu können.

Es geht darum, sich eine neue Art des Denkens anzueignen, die sich nicht selten auf alle Bereiche des Lebens auswirkt. Hinzu kommt, dass man als Manager während des MBA-Studiums gezwungen ist, in großen Dimensionen zu denken. Und weil man ständig mit Menschen zu tun hat, die ebenfalls im großen Stil planen, große Träume träumen und sich große Ziele setzen, kann das eine in höchstem Maße überwältigende Erfahrung sein. Was mit einem kleinen Perspektivenwechsel beginnt, führt nach einiger Zeit nicht selten zu einer völlig neuen Sichtweise.

Extraportion Glaubwürdigkeit

Ein MBA-Abschluss von einem renommierten internationalen Anbieter zeugt vom Bestreben einer Führungskraft, sich wirtschaftliches Know-how anzueignen, dieses erfolgreich in die Praxis umzusetzen und so Spitzenleistungen zu erzielen. Zudem lässt er Personalverantwortliche unmissverständlich erkennen, dass man Neues entdecken, lernen und wachsen möchte.

Viele weibliche Führungskräfte sehen bei der Bewerbung um gehobene Managementpositionen in dieser „Extraportion Glaubwürdigkeit” einen beträchtlichen Vorteil gegenüber anderen Kandidaten, weil dadurch deutlich wird, was sie zu leisten imstande sind.

Flexibilität

Der Aufbau der meisten MBA-Programme trägt dem Lifestyle vielbeschäftigter Manager Rechnung. Vor allem weibliche Führungskräfte sehen in der Flexibilität, die sich aus dem berufsbegleitenden Format und dem Einsatz innovativer eLearning-Technologien ergibt, einen unschätzbaren Vorteil, weil sie ihnen ermöglicht, Arbeit, Familie und ein anspruchsvolles MBA-Studium besser miteinander zu vereinbaren.

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