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EditorialDagegen kann man etwas machen
Herausgeber Oliver Jonke [o.jonke@medianet.at] 25.03.2022

Editorial
Dagegen kann man etwas machen

Liebe Leserinnen und Leser!
Einhergehend mit dem wachsenden Komplexitätsgrad neuer Technologien, wächst bedauerlicherweise auch der Erfindergeist von Playern mit krimineller Energie. Und es werden immer mehr Player, die immer häufiger angreifen. Es trifft Konsumenten ebenso wie Unternehmen.

Es zahlt sich in jedem Fall aus, Angebote, die zu schön sind um wahr zu sein, lieber skeptisch und kritisch zu beurteilen. Dies sollten Sie übrigens auch dann tun, wenn jemand von Ihnen z.B. Reisepass- oder Führerscheindaten erfahren möchte. Eine aktuell häufige und durchaus dreiste Masche von Betrügern ist, sich als Vertreter einer Behörde auszugeben und vorzugeben, dringend Daten aus Ihren Dokumenten oder Kopien Ihrer Dokumente zu benötigen. Mit diesen erschlichenen Daten werden dann z.B. Konten eröffnet und Einkäufe getätigt.
Die meisten Unternehmen trifft es bei Angriffen völlig unerwartet, wenn sie z.B. mit „Ransomware” attackiert werden. Oftmals erkennt man sogar erst, dass man angegriffen wurde, wenn man erpresst wird. Manchmal reicht ein Klick auf einen Link in einer Phishing-E-Mail, um Zutritt zu einer Netzwerkumgebung zu erhalten und dort Malware zu installieren …

Prävention

Die Behörden haben immer mehr mit diesem Problemfeld zu tun: Vor über zehn Jahren wurde im Bundeskriminalamt das Cybercrimecenter (C4) installiert.

Jährlich werden hier über 15.000 Meldungen und Anfragen eingebracht –Tendenz stark steigend. Am neuen Standort im zweiten Wiener Gemeindebezirk werden rund 130 Cyber-Ermittler und Forensiker eingesetzt.

Für Unternehmen ist es unumgänglich, sich so gut wie möglich vorzubereiten. Die gute Nachricht: Die ersten und zugleich wichtigsten Schwachstellen, die man beheben kann, sind jene, die auf Unvorsichtigkeit und menschlichen Fehlern beruhen.
Lesen Sie in diesem Dossier über die aktuelle Entwicklung von Cybercrime in Österreich und über effiziente Maßnahmen, die gegen diese Gefahren wirken. Es entstand im Auftrag und unter Mitwirkung vom Handelsverband sowie führender Experten. Nutzen Sie ihre Erfahrungen!

Buchtipp: Lesen Sie gerne über spektakuläre Kriminalfälle? In Cornelius Granigs „Böses Geld” wird etwa der Fall „OneCoin” beschrieben – und wie hier in nur 18 Monaten 4 Mrd. Dollar gestohlen werden konnten.


Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen Oliver Jonke

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