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Die Zuversicht kehrt auf breiter Front zurück © Panthermedia.net/Kesu01
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Redaktion 29.10.2021

Die Zuversicht kehrt auf breiter Front zurück

Die heimischen Finanzvorstände blicken optimistisch in die Zukunft – der Fachkräftemangel bereitet Sorgen.

••• Von Reinhard Krémer

Bereits in der letzten Deloitte CFO-­Umfrage im Frühling 2021 hat sich die Zuversicht der heimischen Finanzchefs abgezeichnet. An der Umfrage zum aktuellen ­Deloitte CFO Survey haben fast 70 Top-Finanzchefs aus Österreich teilgenommen. Die Studienergebnisse bestätigen erneut: Der Klimawandel und seine Auswirkungen beschäftigen Österreichs Finanzvorstände mehr denn je.

Fast drei Viertel (72 %) der Unternehmen haben deshalb konkrete Pläne zur Reduzierung der CO2-Emissionen.

Rasch klimaneutral werden

Mehr als jedes dritte Unternehmen (39%) hat sich sogar das Ziel gesetzt, netto-klimaneutral zu werden. Die meisten heimischen Unternehmen wollen ihr Klimaschutzziel bis 2030 erreichen. Die Hauptmotivation für Klimaschutzmaßnahmen ist neben dem Umweltaspekt auch geschäftlich begründet: Kostensenkung, Reputation, höheres Kundenvertrauen und Innovationskraft gehören zu den wichtigsten Gründen für nachhaltigere Geschäftsstrategien.

Aber auch staatliche Anstöße wie Regulierungen und Anreizprogramme sind bedeutende Faktoren.

Beitrag zum Klimaschutz

„Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen auf der CFO-Agenda ganz oben. Das Ziel der heimischen Unternehmen ist es, diese in der eigenen Geschäftsstrategie zu verankern. Mit sukzessiven Veränderungen, wie effizientem Recycling und der Entwicklung klimafreundlicher Produkte wollen sie die firmeneigenen Emissionen senken und einen langfristigen Beitrag zum Klimaschutz leisten”, sagt Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich. Laut der Umfrage beurteilt die überwiegende Mehrheit der befragten Finanzchefs die finanziellen Geschäftsaussichten optimistischer oder zumindest gleich wie vor drei Monaten.

Die Zukunft ist rosig …

„Bereits im Frühling hellte sich die Stimmung unter den Finanzvorständen auf – nun ist der Optimismus hinsichtlich der finanziellen Erfolgsaussichten sogar noch um sieben Prozent gestiegen. 44 Prozent der Befragten blicken den nächsten Monaten zuversichtlich entgegen”, sagt der Deloitte-Experte.

Mit der steigenden generellen Zuversicht wächst auch der Optimismus hinsichtlich der Umsatzentwicklung. „63 Prozent der Befragten rechnen mit einem teils kräftigen Anstieg ihrer Unternehmensumsätze. Der Optimismus ist groß, dass die Wirtschaft sich nachhaltig erholt”, so Marterbauer.

… und die Rendite soll steigen

Das Stimmungshoch spiegelt sich auch in den Einschätzungen der Rentabilität der Unternehmen wider, denn knapp die Hälfte der heimischen Studienteilnehmer erwartet in den nächsten zwölf Monaten eine Erhöhung ihrer Brutto-Umsatzrendite.

Auch bei der Investitionsbereitschaft zeichnet sich ein Aufwärtstrend ab: Nach einem Tiefstand im vergangenen Jahr schätzen die CFOs die Entwicklung des Investitionsklimas wieder vorwiegend optimistisch ein. Die Hälfte der Befragten rechnet mit einer nachhaltigen Verbesserung und plant eine Erhöhung des Investitionsaufwands. Zum Vergleich: Bei der letzten Umfrage im Frühling rechneten 37% mit einem ansteigenden Investitionsaufwand. Derzeit gewinnt laut Studie der Fachkräftemangel als Risikofaktor deutlich an Bedeutung. „Der Mangel an qualifiziertem Personal ist in vielen Unternehmen zu spüren. Er bereitet fast zwei Drittel der heimischen Finanzvorstände Sorgen”, sagt Gerhard Marterbauer. „Es gilt nun, zu handeln und dem Fachkräftemangel mit einem Paket an Maßnahmen entgegenzuwirken.” Generell sind die Unternehmen bereit, wieder mehr Mitarbeiter zu beschäftigen. So rechnet mehr als ein Drittel der Befragten in den kommenden Monaten mit einem Wachstum der Belegschaft.

Mitarbeiterzahl wird wachsen

„Das erste Mal seit Beginn der Covid-19-Krise erwarten die heimischen CFOs wieder einen Anstieg der Mitarbeiterzahl in ihrem Unternehmen. Umso wichtiger ist es, dass dieser Trend hin zu mehr Beschäftigung nicht durch fehlende Arbeitskräfte gebremst wird”, warnt der Deloitte-Experte.

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