HEALTH ECONOMY
Roche: innovative Selbstkontrolle © Roche / Montage: B. Schmid

Experten sehen in mobilen Messgeräten eine wichtige Entwicklung in der Medizin.

© Roche / Montage: B. Schmid

Experten sehen in mobilen Messgeräten eine wichtige Entwicklung in der Medizin.

ulli moschen 10.06.2016

Roche: innovative Selbstkontrolle

Roche bringt das erste Bluetoothfähige Messgerät für Blut­gerinnungskontrolle auf den Markt; Selbstkontrollen sollen Lebensqualität, weniger Schlaganfälle und Blutungen bringen.

••• Von Ulli Moschen

WIEN. Das erste Bluetooth-fähige Messgerät für das Patientenselbstmanagement der Blutgerinnung ist auf dem Markt: Das „CoaguChek INRange System” von Roche ermöglicht Betroffenen und Ärzten eine bessere Kontrolle des Gerinnungsstatus und die Überwachung der Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA); das System weist eine hohe Benutzerfreundlichkeit auf und ist außerdem mit einer Erinnerungsfunktion ausgestattet.

Vorhofflimmern, tiefe Venenthrombose, Lungenembolie und implantierte künstliche Herzklappen sind einige der Indikationen für die Einnahme von VKA. Diese werden bei Millionen von Patienten weltweit eingesetzt und sollen die Blutgerinnung hemmen. Die übliche Betreuung von Patienten unter VKA-Therapie erfordert häufige Besuche im Krankenhaus oder beim Hausarzt zur Bestimmung des Blutgerinnungswerts durch eine Blutentnahme aus der Vene und bis zu drei Tagen Wartezeit auf die Laborergebnisse.

Patienten lernen dazu

Das neue System bindet die Patienten aktiv in die Therapie ein. Die Messung erfolgt zuhause über eine einfache Blutentnahme aus der Fingerbeere und erlaubt den Betroffenen, ihre normalen täglichen Aktivitäten aufrechtzuerhalten und dennoch kontinuierlich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu stehen. „Die Erfahrung zeigt: Selbstmanager haben die beste Therapiequalität”, erklärt Benjamin Dieplinger, Präsident der Österreichischen Arbeitsgruppe für das Selbstmanagement der oralen Antikoagulation. Die Vorteile der regelmäßigen Selbstkontrolle: Die Messwerte der betroffenen Patienten liegen länger im therapeutischen Zielbereich. Die Anwender des neuen Systems entwickeln ein besseres Verständnis ihrer Messwerte und können gemeinsam mit Ärzten ihre Therapieentscheidungen optimieren. Insgesamt bedeutet das für die Patienten eine Verbesserung der Lebensqualität. Der klinische Gewinn sind weniger unerwünschte, thrombo-embolische Ereignisse und weniger Schlag­anfälle und Blutungen.

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