Ströck pflegt den Handschlag lieber mit heimischen Bauern
© Ströck
Gerhard, Philipp und Christoph Ströck: „Wir sind eine Bäckerei im Familienbesitz.”
RETAIL daniela prugger 18.06.2015

Ströck pflegt den Handschlag lieber mit heimischen Bauern

Bäckerei Vom Anbau des Getreides über das Mahlen des Mehls bis zur Verarbeitung – das Familienunternehmen setzt auf Transparenz.

Wien. Die Bäcker hatten's auch schon mal leichter als heute. Die wachsende Konkurrenz vonseiten der Supermärkte und Discounter brachte erst vor wenigen Tagen das Bäckereiunternehmen und Besitzer der Ring Bäckerei zu Fall. Der österreichische Backwarenmarkt hat sich stark – und vor allem: schnell – verändert. Und auch für die Wiener Traditions-Bäckerei Ströck hat sich die Situation verschärft: „Die letzten zwei Jahre waren brutal”, bringt es Bäckermeister Gerhard Ströck auf den Punkt. Dennoch erwartet er sich für 2015 einen zum Vorjahr stabilen Umsatzverlauf: 112 Mio. €.

Gutes Brot hat seinen Preis. Aber für die Konsumenten ist dieser das ausschlaggebende Kaufargument. Um also mit der Semmel für 15 Cent vom Discounter mithalten zu können, ist es unumgänglich, in das Vertrauen der Konsumenten zum Unternehmen und zur Marke zu investieren. „Wir möchten erklären, wie viele Arbeitsschritte für ein Brot nötig sind und so die Wertigkeit dieses hochqualitativen Lebensmittels aufzeigen”, so Ströck.

Aus Prinzip regional

Deshalb wolle man die gesamte Wertschöpfungskette der Ströck-Produkte völlig offen legen – in der konventionellen wie in der Bio-Schiene und zwar vom Anbau des Getreides, dem Mahlen des Mehls bis zur Verarbeitung in der Ströck-Backstube. Auf die Kooperation mit regionalen Bauern legt Ströck viel Wert und bezieht das Getreide aus der pannonischen Tiefebene, dem Waldviertel und dem Weinviertel. Das Getreide wird von ausgewählten Mühlen verarbeitet. Monatliche Stichproben sollen die Qualität zusätzlich sichern. „Die Förderung von kleinen und mittelständischen Betrieben ist uns ein großes Anliegen”, erklärt auch Bäckermeis-ter Philipp Ströck. Das Setzen auf Regionalität und österreichische Qualität spare Energie, lange Transportwege und führe zu einer verringerten Umweltbelastung. Der Bio-Anteil an den Ströck-Produkten liegt mittlerweile bei 35%.

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