INDUSTRIAL TECHNOLOGY
OÖ forscht an 6G © Hertha Hurnaus

An der Johannes Kepler Universität (JKU) wird u.a.zu paradigmenwechselnden Signalverarbeitungslösungen geforscht.

© Hertha Hurnaus

An der Johannes Kepler Universität (JKU) wird u.a.zu paradigmenwechselnden Signalverarbeitungslösungen geforscht.

Redaktion 19.03.2021

OÖ forscht an 6G

Silicon Austria Labs und Johannes Kepler Uni arbeiten an Schlüsseltechnologien für die drahtlos vernetzte Fabrik.

LINZ. Während 5G gerade Markt­reife erlangt, wird in Oberösterreich bereits an der nächsten Mobilfunkgeneration 6G geforscht.

Silicon Austria Labs (SAL), Österreichs Spitzenforschungs­zentrum für elektronikbasierte Systeme, arbeitet gemeinsam mit der Johannes Kepler Universität (JKU) an Schlüsseltechnologien für die drahtlos vernetzte Fabrik der Zukunft. Durch zuverlässige drahtlose Vernetzung der Produktionsanlagen soll eine hocheffiziente Steuerung der Produktion mittels digitalem Zwilling ermöglicht werden.

Elektronikbasierte Systeme

Die Idee hinter den „Uni SAL Labs” ist die fokussierte Zusammenarbeit mit Hochschulen an Schlüsselthemen für elektronikbasierte Systeme. Forscher der JKU und SAL erarbeiten im Lab gemeinsame Grundlagen, die später in Kooperationen mit der Industrie umgesetzt werden können. „Silicon Austria Labs wurde mit dem Anspruch der internationalen Spitzenforschung gegründet, um die österreichische Elektronikindustrie und das gesamte Öko-System für elektronikbasierte Systeme zu stärken”, erklärt SAL-Geschäftsführer Gerald Murauer.

6G, kombiniert mit KI

Für drahtlose Kommunikationssysteme stellen Hochfrequenz-Systeme die physikali­sche Verbindung bereit. Dies ermöglicht die mobile Breitbandverbindung von Mobilge­räten, die drahtlose „Maschine-zu-Maschine”-Kommunikation und zunehmend drahtlose Sensornetzwerke in der industriellen Anwendung.

„Neu bei 6G wird der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Signalverarbeitung in den Hochfrequenzsystemen”, meint Murauer. „Da sind wir mit unseren Labs mit der JKU jetzt international ganz vorn mit dabei.”

Weiters werden im eSPML Lab Signalverarbeitung und maschinelles Lernen mit neuartigen Ansätzen für das Design integrierter Schaltkreise kombiniert, um Fortschritte in Bezug auf Leistung und Kosteneffizienz zu erzielen und ein neues Level an Leistung und Leistungsfähigkeit eingebetteter Lösungen zu erreichen.

Last but not least arbeiten im mmW Lab Forscher gemeinsam an Millimeterwellen-Technologien, also im Frequenzbereich von 100 bis 300 GHz. Diese kommen sowohl bei Nahbereichsradar als auch bei drahtloser Kommunikation mit hohen Datenraten zum Einsatz. Das interdisziplinäre Team befasst sich vor allem mit der Konvergenz von Kommunikation, Radar und Hochfrequenz-Sensorik, die bei 6G angestrebt wird. Hier stehen Halbleiter-Chips mit integrierten Hochfrequenzschaltungen und die zugehörigen System­lösungen im Fokus. (pj)

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