INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Smart digitalisiert © Freisinger

G. Hofer, Chr. Grabner (beide Knapp), H. Zsifkovits, W. Eichlseder (beide Montanuni Leoben), Stadtrat W. Mautner (v.l.).

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G. Hofer, Chr. Grabner (beide Knapp), H. Zsifkovits, W. Eichlseder (beide Montanuni Leoben), Stadtrat W. Mautner (v.l.).

Paul Christian Jezek 06.10.2017

Smart digitalisiert

Der Leobener Logistik Sommer hat sich zu einem Thinktank entwickelt, der Wirtschaft und Forschung verbindet.

••• Von Paul Christian Jezek

LEOBEN. Internationale Top-Experten präsentierten beim ­Logistik Sommer unter dem Motto „Smart, vernetzt, digitalisiert – die Zukunft der Arbeitswelt” relevante Trends, innovative Konzepte und Lösungen für Industrie und Logistik. So startet etwa demnächst das neue High Performance-Werk von Pankl Racing Systems in Kapfenberg mit der Produktion von 13 verschiedenen Getriebetypen. Just in time werden die richtigen Komponenten in der richtigen Zeit an den richtigen Arbeitsplatz gebracht, wobei intelligente Bildverarbeitungstechnologie den gesamten Prozess des Zusammenbaus in Echtzeit prüft.

„Robotertechnologie kommt in der Logistik immer häufiger zum Einsatz”, erklärte Geschäftsführer Walter Petz von EEP Maschinenbau; ein Roboter sei nur so gut wie seine Greiftechnik. So sind bei ‚alpha Tonträger' Saug-, Klemm- und Palettengreifer integriert, die Kartons bis zu einer Höhe von 2,20 m auf Europaletten schlichten. Bei einer Sackpalettieranlage in Bosnien-Herzegowina werden mithilfe eines Roboters mit Gabelgreiftechnik 1.800 Salzsäcke pro Stunde längs und quer vorkommissioniert. Zwei Robotersysteme kommissionieren bei Wolf Plastics 1.460 Kanister pro Stunde. 14 verschiedene Kanistergrößen werden auf eine Höhe von 2,10 m palettiert und mit einem Gummiband gesichert, um die Kanister-Reihen zu fixieren. Für die Kanistersicherung und für das Greifen der unterschiedlichen Kanistergrößen entwickelte EEP spezielle Greiftechniken.

Physical Internet

„Die Technologien in der Intra­logistik sind heute hoch automatisiert, hochkapazitiv, hochperformant und zunehmend flexibel”, sagte Christian Landschützer vom Institut der Technischen Logistik von der TU-Graz. „Sie treffen die Anforderungen einer Industrie 4.0 und von Megatrends, die zu immer kürzeren Produktlebens­zyklen führen.” Aber immer noch sind 25% aller gefahrenen Kilometer Leertransporte. Die Folge: Hohe Verkehrsbelastung und zunehmende CO2-Emissionen. Waren und Güterströme anders denken, Lasten zusammenstellen, wo sie gebraucht werden, über Behältersensoren Konsolidierung über verschiedenen Bereiche herstellen, das sind Ziele des Physical Internet. Österreich ­nähert sich einer PI-Realisierung an und arbeitet an der Definition eines offenen Logistiksystems für einen Automobilzulieferer, um den Warenverkehr von Linz nach Graz zu konsolidieren.

Ein wichtiges Resümee beim Leobener Logistik Sommer zog Michael Henke vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik: „Der Erfolg von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge wird nicht nur von neuen Technologien, sondern auch vom Management abhängen!”

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