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Kommunikation im digitalen Zeitalter: 5 Tipps © Jan Lauer

Führungskultur Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt. Die Wirtschaftswissenschaftlerin arbeitet als Autorin, Rednerin und Managementberaterin.

© Jan Lauer

Führungskultur Barbara Liebermeister leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt. Die Wirtschaftswissenschaftlerin arbeitet als Autorin, Rednerin und Managementberaterin.

05.02.2016

Kommunikation im digitalen Zeitalter: 5 Tipps

Mit anderen nur mehr „en passant” zu kommunizieren, hat Folgen.

Gastkommentar ••• Von Barbara Liebermeister


MEHR ALS INFORMATION. Unser Kommunikationsverhalten hat sich stark verändert. Früher wurden kurze Fragen an oder von Freunden und Kollegen, Kunden und Lieferanten meist mit einem Telefonat geklärt, heute geschieht das häufig per Facebook-Chat oder WhatsApp. Ein unreflektierter Umgang mit modernen Kommunikationsmedien kann jedoch dramatische Auswirkungen auf die Qualität unserer Kontakte haben. Deshalb einige Tipps, wie es Ihnen im digitalen Zeitalter gelingt, mit Menschen eine gewinnende, wertschätzende Kommunikation zu führen.

Vergessen Sie die Zahl der Kontakte!

Tipp 1 – Human Awareness (persönliche Zuwendung): Der persönliche Kontakt zählt nach wie vor. Das wird bei der Vernetzung über Soziale Medien gern vergessen. Eine hohe Zahl an digitalen Kontakten mag beeindruckend auf Außenstehende wirken, doch letztlich entscheidet die Qualität und nicht die Zahl der Kontakte über die Tragfähigkeit Ihres Netzwerks.
Tipp 2 – Social Awareness (soziale Kompetenz): Empathie wird oft falsch verstanden. Wichtig ist, dem anderen zuzuhören und ihn als Mensch wahr- und anzunehmen. Daraus entwickeln empathische Menschen dann ­Lösungen oder Ideen, die dem anderen im Idealfall helfen, sein Problem zu lösen.
Tipp 3 – Incident Awareness (Gespür für den Moment): Erfolgreich ist hier, wer den Unterschied zwischen „dringend” und „wichtig” erkennt. In der irrigen Annahme, immer schnell reagieren zu müssen (= dringend), wird häufig das Potenzial missachtet, das aus der „Wichtigkeit” resultiert. Kommunikation reduziert sich dann oft auf Information.
Tipp 4 – Digital Awareness (digitale Glaubwürdigkeit): Hier geht es darum, die Botschaften, die Sie „digital” aussenden, mit denen im persönlichen Kontakt zu synchronisieren, damit Sie (bzw. Ihr Unternehmen) authentisch und somit glaubwürdig wirken.
Tipp 5: – Timeout-Awareness (Auszeiten nehmen): Terminieren Sie feste Auszeiten, in denen Sie weder am PC sitzen, noch das Smartphone in Betrieb haben. Und selbstverständlich ist es in Besprechungen auch ein Ausdruck der Bedeutung, die Sie den Menschen und dem Thema beimessen, wenn Sie auf digitale Erreichbarkeit verzichten.

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