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Hofer baut den Wasserschutz aus © Hofer (4)

Wasser sparenHofer hat auch seinen eigenen Wasserverbrauch mit Wasserzählern und einem „Wasser-Alarm” im Auge. Auch Kunden und Mitarbeiter werden mit an Bord geholt: mittels Ratgeber-Broschüre.

© Hofer (4)

Wasser sparenHofer hat auch seinen eigenen Wasserverbrauch mit Wasserzählern und einem „Wasser-Alarm” im Auge. Auch Kunden und Mitarbeiter werden mit an Bord geholt: mittels Ratgeber-Broschüre.

Redaktion 23.08.2019

Hofer baut den Wasserschutz aus

Mit eigener Wasserschutzpolitik setzt Hofer Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser.

SATTLEDT. Schätzungen des WWF zufolge könnte bis 2050 der globale Wasserbedarf um mehr als die Hälfte ansteigen. Die Crux dabei: Weltweit sind in den letzten 100 Jahren über 50% der Flusssysteme, Moore und Seen verschwunden – eine Fortsetzung dieses Trends birgt ein Dilemma.

Allein auf die Produktion landwirtschaftlicher Güter gehen derzeit etwa 70% des globalen Süßwasser-Verbrauchs zurück – der Lebensmitteldiskonter Hofer nimmt das als Anlass für ein Pilotprojekt mit dem Zertifizierer GlobalG.A.P.; dabei kommt bei einigen internationalen Erzeugern erstmals das Zertifizierungs-Programm SPRING (Sustainable Program for Irrigation and Ground Water Use) zum Einsatz.
Das SPRING-Modul überprüft Wasserkriterien und dient dazu, nachhaltiges Wassermanagement in der Lieferkette zu bewerten und letztlich zu optimieren. Für die meistverkauften und wasserkritischen Obst- und Gemüse-Artikel, wie zum Beispiel Avocados, Bananen, Trauben oder Erdbeeren, hat Hofer sogenannte Hotspot-Analysen durchgeführt. Dadurch konnten für über 400 Lieferanten die Wasserrisiken in der Lieferkette ermittelt werden. Anhand der Ergebnisse kann so das Wassermanagement bei den Produkten berücksichtigt und verbessert werden.

Reduzierter Einsatz

Um die Wasserqualität zu sichern, reduziert Hofer den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Obst- und Gemüseanbau. Ein umfassendes Rückstandsmonitoring zur Überwachung der eingesetzten Wirkstoffe wurde eingeführt; auch die Reduktion von festem Mikroplastik und Trübungsmitteln in Kosmetik- und Körperpflegeprodukten der Eigenmarken soll zur Schonung der Gewässer beitragen.

Der an die Verkaufsfront gespülte Wasserschutz drückt sich aktuell in wasserschonenden Produkten mit nachhaltigem Mehrwert im Angebot aus: Der um 19,99 € erhältliche „Guppyfriend Waschbeutel” etwa verhindert mit einem speziell entwickelten Filtergewebe, dass die durch Faserabrieb entstehenden Mikroplastikpartikel über das Abwasser als festes Mikroplastik in die Natur gelangen.
Für die umweltfreundliche Reinigung in den eigenen vier Wänden gibt es dann ökologische Geschirrspülmittel, Allzweckreiniger und Geschirrspültabs für unter drei Euro.

Konsequent engagiert

Unter dem Titel „Wasser sparen, Natur bewahren” hat Hofer bereits einige ökologische Akzente gesetzt: In den gemeinsam mit dem Naturschutzbund gegründeten Wasserfonds investierte der Diskonter 50.000 € – u. a. für sogenannte Brutfloße im Rheindelta, um dem Aussterben der Flussseeschwalben entgegenzuwirken. (red)

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